InquirerSara Duterte trial: Prosecution may call Jaime Cruz as witnessRTP Desporto18h30 Portugal de Jesus já está a trabalharESPNJaMarcus Shephard pays tribute to Mike Leach, other former coaches with game-day ensemblesESPN Deportes¿Qué esperar de Checo Pérez en el GP de Azerbaiyán de F1?The Jerusalem PostKurdish Peshmerga completes its long process of unification - explainerDeadlineTaylor Frankie Paul Says She Doesn’t “Desire To Move Forward” With ‘The Secret Lives Of Mormon Wives’SRF NewsKrieg in der Ukraine – Berichte: EU will Sanktionen gegen russische Milliardäre kippenHipertextualRoborock estrena en España sus nuevos robots aspiradores que cambian la forma de limpiar la casa20 MinutenWas unterscheidet den Fall Xhaka von der Fischer-Affäre?CNN بالعربيةأصيب في ظهره.. فيديو يوثق ما بعد إطلاق النار على سائق فنزويلي في تكساسCBS NewsFlights disrupted at NYC-area airports due to equipment outage, FAA saysABC NewsFlights stopped at Newark, Philadelphia airports due to equipment outage: FAA
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, September 21, 2026

1 Million Euro und 2 Goldbarren im Auto: Schweizer wieder frei

Translate
  • Bei einer Grenzkontrolle nahe Lindau (D) entdeckten Beamte im September im Mietwagen des Italo-Schweizers Jörg W. eine Million Euro Bargeld sowie Goldbarren und Goldspäne.
  • Die Generalstaatsanwaltschaft München klagte ihn wegen vorsätzlicher Geldwäsche an – das Oberlandesgericht München liess die Anklage zu, der Prozess beginnt am Dienstag in Kempten.
  • W., der in Unterweltkreisen als «Gentleman-Gangster» bekannt ist, kam nach rund einem halben Jahr Untersuchungshaft frei und sein Aufenthaltsort ist seither unbekannt.

Eine Million Euro in bar, zwei selbst gegossene Goldbarren und Goldspäne: Bei einer Kontrolle im grenznahen Lindau (D) machten Grenzpolizisten letzten September einen aussergewöhnlichen Fund, wie die «Bild»-Zeitung schreibt. Aber der Schweizer, der mit den Wertsachen unterwegs war, ist inzwischen auf freiem Fuss und sein Aufenthaltsort unbekannt.

Die Beamten hatten den damals 60-jährigen Italo-Schweizer Jörg W. kontrolliert. Auf die Frage, ob er grössere Geldbeträge, Drogen oder verbotene Gegenstände dabeihabe, antwortete er: «Nein». Ein genauerer Blick in seinen gemieteten SUV zeigte allerdings ein anderes Bild.

Eine Million Euro in bar, Goldbarren und -späne

In Hohlräumen der Mittelkonsole und im Heck stiessen die Fahnder laut «Bild» auf insgesamt eine Million Euro in bar. Hinter der Lüftungsöffnung sei zudem eine Bauchtasche mit zwei selbst gegossenen Goldbarren versteckt gewesen. Ihr Wert: mehr als 170’000 Euro. Im Kofferraum fanden die Beamten dann auch noch Goldspäne.

W. ist für die Behörden kein Unbekannter. Gemäss «Bild» soll er unter insgesamt 17 verschiedenen Namen aufgetreten sein und wegen Einbrüchen bereits mehrere Jahre im Gefängnis verbracht haben. In Unterweltkreisen soll er sich dabei Namen wie «Gentleman-Gangster» oder «Lupin des Tessins» eingehandelt haben – Letzteres in Anlehnung an den fiktiven französischen Meisterdieb Arsène Lupin. 1999 wurde sogar in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY … ungelöst» nach ihm gesucht.

Seit Monaten ist sein Aufenthaltsort unbekannt

Nach der Kontrolle kam W. in Untersuchungshaft. Im März erhob die Generalstaatsanwaltschaft München laut «Bild» Anklage wegen vorsätzlicher Geldwäsche. Aber das Landgericht Kempten liess diese zunächst nicht zu. Den Richtern fehlten dem Bericht zufolge genügend Anhaltspunkte für eine Straftat, aus der das Geld stammen könnte. Der Haftbefehl wurde aufgehoben und W. kam nach rund einem halben Jahr frei. Danach verschwand er und sein Aufenthaltsort sei seither unbekannt.

Kommt W. für seine Million zurück?

Inzwischen hat das Oberlandesgericht München die Anklage laut «Bild» doch zugelassen. Am Dienstag soll der Prozess in Kempten beginnen. Ein Gerichtssprecher sagte gegenüber der Zeitung, aufgrund der letzten Mitteilung der Verteidigerin gehe er davon aus, dass W. erscheinen werde. Auch seine Anwältin kündigte an: «Natürlich kommt er.»

Ein möglicher Grund lieferte sie gleich mit: W. wolle seine sichergestellten Wertsachen zurückhaben. Gemäss der Anklage könnte W. das Bargeld zuvor in Köln übernommen haben. Bei ihm seien Adressen mehrerer Juweliere gefunden worden. Ausserdem soll sein Mietwagen am Tag der Kontrolle in der Nähe mehrerer Juweliergeschäfte gestanden haben. Die Verteidigung will nun einen Freispruch erreichen. Für W. gilt die Unschuldsvermutung.

Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?

Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.

Jasmin Steiger

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

View the original on 20 Minuten

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.