Joker Ajeti sticht – Kein Sieger im Spitzenkampf: Lugano hält YB auf Distanz

- In der 8. Runde der Super League geht Lugano erstmals nicht als Sieger vom Platz.
- Dank Joker Albian Ajeti (80.) endet der Spitzenkampf gegen die Young Boys in Lugano mit 2:2.
- Meister Thun unterliegt GC, Sion feiert in St. Gallen einen Auswärtssieg.
Nach sechs Siegen in den ersten sechs Meisterschaftsspielen ist der Lugano-Schnellzug fürs Erste gestoppt. Der Leader musste sich im Spitzenkampf gegen YB mit einem 2:2 begnügen, dürfte aus dem Gipfeltreffen aber dennoch als psychologischer Sieger hervorgehen.
Nachdem die Tessiner in der 2. Halbzeit beim Stand von 1:2 lange nichts Zählbares zustande gebracht hatten, schlug in der 80. Minute die Stunde von Joker Albian Ajeti. Der Neuzugang aus Basel verwertete eine Flanke von Dereck Moncada aus kurzer Distanz zum Ausgleich.
In der Schlussphase verzichtete YB darauf, den Sieg mit aller Vehemenz zu suchen. Auch in Bern hätte man vor dem Spiel wohl für einen Punkt unterschrieben. Lugano bleibt damit Leader und liegt mit einem Spiel weniger weiter drei Zähler vor den Bernern.
Lugano-Blitzstart
In der erstmals ausverkauften Lugano-Arena (8029 Zuschauer) hatten die Hausherren stark losgelegt. Nach nicht einmal 95 Sekunden brachte Daniel Dos Santos Lugano in Führung, nachdem YB den Ball in Anschluss an einen Eckball auch nach mehreren Versuchen nicht weggebracht hatte.
Überhaupt sahen die Gäste in der Startphase kaum Land. Anto Grgic scheiterte in der 14. Minute ebenso am Pfosten wie später Teamkollege Hannes Delcroix. YB-Goalie Marvin Keller lenkte den Abschluss in extremis ans Gehäuse (23.). Kurz zuvor hatte Renato Steffen den Platz verletzungsbedingt verlassen.
Die Abwesenheit seines Routiniers hinterliess beim Leader Spuren. Nach dem Ausgleich durch YB-Goalgetter Samuel Essende (28.) übernahmen die Berner das Spieldiktat. Unter den wachsamen Augen von Edelfan Christian Stucki wirbelte YB in der Offensive und jubelte in der 45. Minute über das 2:1. Alvyn Sanches versuchte es per Fallrückzieher, den David von Ballmoos nur vor die Füsse von Christian Fassnacht abwehren konnte.
Von Ballmoos kehrte nach der Pause wegen einer Verletzung nicht mehr auf den Platz zurück. Sein Ersatz Felix Gebhardt wurde aber kaum gefordert, weil die Gäste ihre vielversprechenden Konter nicht sauber zu Ende spielten. YB konzentrierte sich aufs Verteidigen, ohne die Rechnung mit Ajeti zu machen.
So geht's weiter
YB darf nächste Woche wieder zuhause ran. Am Samstag ist Servette zu Gast im Wankdorf (18:00 Uhr). Lugano ist unter der Woche im Nachtragsspiel der 4. Runde bei St. Gallen gefordert (Mittwoch, 19:00 Uhr).
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