Planespotter wundern sich: Russisches Regierungsflugzeug landet plötzlich in Deutschland
Planespotter wundern sich
Russisches Regierungsflugzeug landet plötzlich in Deutschland
Rätselraten in Deutschland: Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs landen praktische keine russischen Regierungsflugzeuge in Deutschland mehr. Nun ist eine Maschine vom Typ Iljuschin Il-96 auf dem Flughafen Köln/Bonn gesichtet worden. Was dahintersteckt.
Publiziert: vor 23 Minuten
Aktualisiert: vor 19 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Russisches Regierungsflugzeug landete am Mittwoch in Köln/Bonn trotz EU-Luftraumverbot
- Flug diente der Abholung von Mitarbeitenden des Generalkonsulats in Bonn
- Die Il-96 überbrückte 11'000 km Reichweite, landete um 10 Uhr in Deutschland
Janine EnderliRedaktorin News
Ein russisches Regierungsflugzeug hat am Mittwochmorgen für Aufsehen und Spekulationen gesorgt. Die Iljuschin Il-96-300 mit der Kennung RA-96018 hob um 4 Uhr morgens Ortszeit vom Flughafen Moskau ab und nahm dann Kurs auf Köln/Bonn. Beobachter fragten sich, weshalb eine russische Regierungsmaschine ausgerechnet jetzt nach Deutschland fliegt – und wer sich an Bord befinden könnte.
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Zunächst war der genaue Anlass des Fluges unklar. In sozialen Netzwerken und in Medien wurde unter anderem darüber spekuliert, ob die Maschine hochrangige russische Vertreter nach Deutschland bringen oder im Zusammenhang mit laufenden diplomatischen Spannungen stehen könnte. Schnell gab es aber eine andere mögliche Erklärung: Die Maschine könnte Mitarbeitende des russischen Generalkonsulats in Bonn abholen.
Das war der Grund für den mysteriösen Flug
Diese Vermutung bestätigte sich später. Das deutsche Auswärtige Amt erklärte gegenüber deutschen Medien, Russland habe für den Flug eine Sondergenehmigung erhalten, um Mitarbeitende des Konsulats ausser Landes zu bringen. Das Generalkonsulat in Bonn soll im Zusammenhang mit den angespannten Beziehungen zwischen Berlin und Moskau geschlossen werden.
Wegen des EU-Luftraumverbots für russische Flugzeuge musste der Vierstrahler eine ungewöhnliche Route wählen. Ein direkter Flug über Polen war nicht möglich, da Warschau russischen Regierungsflugzeugen den Überflug verweigert. Auch Estland, Lettland und Litauen lassen russische Regierungsmaschinen seit längerem nicht durch ihren Luftraum.
So gelangte die Maschine nach Deutschland
Die Il-96 wählte deshalb die Route über die Ostsee. Dabei passierte sie Gotland westlich und Bornholm östlich und erreichte Deutschland schliesslich über Rügen. Kurz vor 10 Uhr landete die Maschine in Köln/Bonn.
Bei dem Flugzeug handelt es sich um ein russisches Langstrecken-Grossraumflugzeug mit vier Triebwerken. Es absolvierte seinen Erstflug im Jahr 1988 und verfügt über eine Reichweite von bis zu 11'000 Kilometern. Weltweit wurden von der Il-96-300 rund 30 Exemplare gebaut.
Je nach Ausstattung bietet es Platz für rund 300 Passagiere. Heute wird dieser Flugzeugtyp kaum noch im normalen Linienverkehr eingesetzt. Die Maschine gehört der russischen Spezialflugstaffel «Rossija» an, die der russischen Präsidialverwaltung untersteht und hochrangige Regierungsmitglieder transportiert.
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