Rathaus «weitgehend zerstört»: Proteste eskalierten

Bei Massenprotesten in Frankreich ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. In Limoges wurde das 143 Jahre alte Rathaus in Brand gesetzt und weitgehend zerstört. Der Brand sei eine «Katastrophe für das kulturelle Erbe» der Region und ganz Frankreichs, sagte der zuständige Präfekt Maurice Barate gegenüber AFP. Hunderttausende Menschen demonstrierten gegen steigende Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und schlechte Lernbedingungen.
Am Rande der Proteste kam es in mehreren Städten zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Gebäude wurden in Brand gesetzt, Rathäuser beschädigt und Geschäfte geplündert. Rund 1200 Menschen wurden festgenommen, 150 Polizisten verletzt. Auch unter den Demonstrierenden gab es Verletzte. In Saint-Étienne verlor ein 17-Jähriger laut Medienberichten durch eine Polizeigranate eine Hand.
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