Ist er überhaupt prozessfähig? Thomas Markle muss zum Psychiater

- Thomas Markle (82), der Vater von Herzogin Meghan, wurde in Florida festgenommen und muss zum Psychiater.
- Eine US-Richterin ordnete die Untersuchung an, weil Zweifel bestehen, ob er dem Strafverfahren folgen kann.
- Markle steht unter Hausarrest, ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Gefängnis.
Einen Tag nach seiner Festnahme muss sich der 82-jährige Vater von Herzogin Meghan einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Ein US-Gericht will damit klären, ob Markle in der Lage ist, das Strafverfahren gegen ihn zu verstehen und seinen Anwalt bei der Verteidigung zu unterstützen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP.
US-Magistratsrichterin Lindsay Griffin ordnete die Untersuchung bei Markles erstem Gerichtstermin in Tampa im Bundesstaat Florida an. Demnach bestehen Bedenken, dass der 82-Jährige dem Verfahren möglicherweise nicht ausreichend folgen oder seinen Rechtsbeistand angemessen unterstützen kann.
Unter Hausarrest mit elektronischer Überwachung
Markle war am Freitag in einer Senioreneinrichtung in Florida festgenommen worden. Nach seinem ersten Gerichtstermin durfte er dorthin zurückkehren. Er steht jedoch unter Hausarrest und wird elektronisch überwacht. Ein Schuldbekenntnis oder eine Zurückweisung der Anklage erfolgte bei der Anhörung noch nicht. Das Verfahren soll später nach Kalifornien verlegt werden.
Die US-Staatsanwaltschaft wirft Markle den Besitz von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs vor. FBI-Agenten hatten zuvor zwei Lagerräume im Grossraum Los Angeles durchsucht, die auf seinen Namen registriert waren.
Bis zu 20 Jahre Gefängnis möglich
Dabei wurden laut US-Justizministerium rund 78 Gegenstände sichergestellt – darunter Dias, Filmnegative und Bücher mit mutmasslichem Missbrauchsmaterial. In mehreren Bildern soll laut FBI-Ermittlungsakte ein Mann zu sehen sein, der von einem Zeugen als Markle identifiziert wurde. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Der 82-Jährige hatte entsprechende Vorwürfe vor seiner Festnahme als «kranke Lügen» zurückgewiesen. Sein gerichtlich bestellter Anwalt äusserte sich zunächst nicht öffentlich zu den aktuellen Anschuldigungen. Sollte Markle verurteilt werden, drohen ihm nach Angaben des US-Justizministeriums bis zu 20 Jahre Gefängnis.
Wann sollte jemand einem Strafverfahren überhaupt folgen können?
Meghan soll «umfassende Gerechtigkeit» fordern
Meghan selbst hat sich seit der Festnahme ihres Vaters nicht öffentlich geäussert. Auch von ihren offiziellen Vertretern gab es bislang keinen Kommentar.
Eine enge Freundin der Herzogin sagte jedoch der britischen «Sun», Meghan hoffe, dass eine «umfassende und gründliche Untersuchung den Opfern Gerechtigkeit» bringen werde. Meghan und Prinz Harry seien über die jüngsten Entwicklungen informiert worden.
Bereits im Oktober hatte sich Meghan «zutiefst bestürzt» über die damals bekannt gewordenen Vorwürfe gezeigt. Sie erklärte zudem, dass sie ihre Kinder Archie und Lilibet bewusst von ihrem Grossvater ferngehalten habe, um sie zu schützen.
Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine psychische Erkrankung?
Hier findest du Hilfe:
Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen
Psyfinder, qualifizierte Fachpersonen in deiner Nähe
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
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Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.
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