Neuer Trainer vorgestellt – «Keine Angst vor Fehlern»: Janssen will mutiges GC sehen

Am 21. September, zwei Tage nach der 1:5-Klatsche in Luzern, hatte GC Trainer Peter Zeidler entlassen. Satte 12 Tage später folgte dann die überraschende Verkündung des neuen Übungsleiters: Olaf Janssen übernimmt das Zepter beim Rekordmeister. Der Deutsche war in der Schweiz zuvor nur den grössten Fussballkennern bekannt, dementsprechend gross war die Verwunderung über seine Anstellung.
Am Mittwochnachmittag stellte sich Janssen nun erstmals den Schweizer Medien. Er zeigte sich begeistert über das «Projekt», welches ihm von den Vereinsverantwortlichen präsentiert worden war. Das habe ihn überzeugt, nach Zürich zu kommen und den Job anzunehmen.
Intensives Spiel mit dem Ball
Von seiner Spielidee hat Janssen klare Vorstellungen: «Wir dürfen keine Angst haben, Fehler zu machen. Denn wenn man Angst hat, bekommt man eine Mannschaft ohne Mut.» Ebenso kündigt er ein sehr intensives Spiel des Teams an. «Wir wollen das machen, was wir schon als Kinder wollten. Nämlich den Ball haben und nicht nur hinterherlaufen.»
Das alles ginge aber nur, wenn die Mannschaft gemeinsam arbeitet. So setzt der 60-Jährige grossen Wert auf die Gemeinschaft: «Man wird erkennen, dass wir alle gemeinsam arbeiten. Eine funktionierende Mannschaft ist immer mehr als die Qualität ihrer Einzelspieler.»
Junge Spieler fördern
Mit einem Altersschnitt von 23,5 Jahren hat GC in dieser Saison bislang das zweitjüngste Team der Liga gestellt. Eine wichtige Aufgabe des neuen Trainers wird es also auch sein, die jungen Spieler weiter voranzubringen. Dies sei eine Stärke von ihm, sagt Janssen.
Wir wollen den Ball haben und nicht nur hinterherlaufen.
Ein Beweis dafür: Bei seiner vorletzten Trainerstation bei Viktoria Köln hatte er Saïd El Mala entdeckt und gefördert. Der 20-Jährige spielt mittlerweile in der Bundesliga und ist seit Neuestem auch deutscher Nationalspieler. «El Mala haben wir vom Bolzplatz geholt und ihm einfach mal eine Chance gegeben», erklärt Janssen.
Ob auch bei GC bereits ein künftiger Nationalspieler im Kader ist, könne er noch nicht sagen. Doch er ist überzeugt, dass sich «die Spieler in diesem Umfeld und mit diesen Werten sehr gut entwickeln werden».
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