Frankreich – «Terroristische Tat»: Ein Toter nach Schüssen bei Paris

- Ein Mann hat westlich von Paris aus einem Fahrzeug mehrere Schüsse abgefeuert.
- Dabei kam eine Person ums Leben und vier wurden verletzt.
- Der Tatverdächtige wurde gefasst – Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez hat den Vorfall als «terroristische Tat» bezeichnet.
«Die Ermittlungen laufen noch, aber es handelt sich eindeutig um ein terroristisches Verbrechen», sagte Nuñez vor Journalistinnen und Journalisten.
Die Schüsse seien am Vormittag gegen 10.30 Uhr aus einem Auto gefallen, teilte die Polizei weiter mit. Der Vorfall ereignete sich im Département Yvelines, das im westlichen Teil der Pariser Grossraumregion liegt.
Zunächst fielen Schüsse in der Gemeinde Trappes, dann fuhr der Mann weiter in die angrenzende kleine Gemeinde La Verrière. Der 39-jährige mutmassliche Schütze wurde laut Angaben einer Polizeiquelle kurz darauf von Beamten in einer benachbarten Gemeinde festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen. Weitere Informationen gab die Polizei noch nicht bekannt. Zum Hintergrund gab es zunächst keine Angaben.
Anti-Terror-Staatsanwaltschaft beobachtet die Lage
Die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete insbesondere ein Ermittlungsverfahren wegen «Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung, unter dem Umstand, dass die Taten aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse, Ethnie, Nation oder Religion begangen wurden», ein. Zudem wird wegen des Besitzes von Kriegswaffen sowie terroristischer Vereinigung ermittelt.
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu qualifizierte die Geschehnisse auf der Plattform X als «sehr ernste Vorfälle». Staatspräsident Emmanuel Macron betonte, die Nation stehe an der Seite der Betroffenen.
Rassistisches Motiv?
Unter den Opfern sei eine verstorbene Person afrikanischer Herkunft und eine Person maghrebinischer Herkunft, die sich in lebensbedrohlichem Zustand befindet, wie der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, gegenüber dem Nachrichtensender BFMTV erklärte. Auf die Frage nach einem möglichen rassistischen Motiv erklärte er, er wolle «nichts Endgültiges und Sicheres sagen», merkte jedoch an, dass der Schütze «relativ wahllos geschossen» habe und wohl die Absicht hatte, «ein Blutbad anzurichten».
In La Verrière wurde zudem ein 12-jähriges Mädchen durch acht Schüsse schwer verletzt, ihr Zustand sei jedoch stabilisiert worden. Die Behörden richten psychologische Notfallbetreuungen für die betroffenen Gemeinden ein.
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