Albanien baggert an zwei Schweizer U21-Talenten

Achtung SFV!
Albanien baggert an zwei Schweizer U21-Talenten
GC und Vaduz trennen sich im Kellerduell mit einem Unentschieden. Viel mehr als das Spiel geben aber ein paar Gäste auf der Tribüne zu reden.
Publiziert: vor 14 Minuten
- GC und Vaduz spielen im Kellerduell 2:2, der späte Ausgleich hält beide im Abstiegskampf eng
- Eine Delegation Albaniens beobachtet Krasniqi und Dalipi, beide zuletzt in der Schweizer U21
- Die Trainer Janssen und Schneider betonen, die Talente müssten unterstützt und geschützt werden
Andri BäggliRedaktor Sport
Am Ende ist das 2:2 zwischen GC und Aufsteiger Vaduz ein Resultat, das beiden Teams nicht so wirklich weiterhilft. Während die Hoppers in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel haben, sind es die Ländle-Kicker, die nach dem Seitenwechsel den Ton angeben.
Weil GC kurz vor Schluss doch noch etwas glücklich zum Ausgleich kommt, teilen sich die Teams die Punkte und verhindern so, dass der Kontrahent im Abstiegskampf nicht davonziehen kann. Am Ende gibt es aber vereinzelt Pfiffe von den 4283 Fans, die am Halloween-Abend ins Letzigrund gekommen sind.
Albanischer Verband ist anwesend
Wie Blick weiss, sind unter den Zuschauern aber auch spezielle Gäste. Eine Delegation des albanischen Fussballverbands ist ebenfalls anwesend, um sowohl GC-Wirbelwind Samuel Krasniqi (21) als auch Vaduz-Juwel Lutfi Dalipi (20) genauer unter die Lupe zu nehmen. Brisant: Beide Akteure sind in der Länderspielpause noch mit der Schweizer U21-Nati im Einsatz gewesen. Kommt es wieder zur Doppelbürger-Thematik? An der Pressekonferenz nach dem Spiel sind sich beide Trainer einig: Die Talente brauchen Unterstützung.
So sagt FCV-Coach Marc Schneider, der erst am Samstag vom Besuch aus Albanien erfahren hat: «Das grosse Thema ist, dass bis im Sommer Lutfi niemand gekannt hat und es jetzt einen Riesenhype gibt. Das ist nicht ganz einfach für den Jungen, das merkt man ihm auch ein bisschen an. Wir müssen ihn jetzt schützen.» Man müsse jetzt Gespräche führen und ihm klarmachen, was von ihm gefragt sei und was eben nicht. «Wir schätzen ihn alle unheimlich. Er geniesst enorme Freiheiten. Die Mitspieler arbeiten für ihn, auch wenn er wie heute ein paar Bälle verliert.»
Spieler müssen geschützt werden
In eine ähnliche Kerbe schlägt auch GC-Trainer Olaf Janssen: «Jeder Fussballer hat schon als kleines Kind davon geträumt einmal für die Nationalmannschaft aufzulaufen. Jetzt muss man schauen wie sich die Spieler verhalten und ob sich die Spieler verändern oder ob sie so bleiben, wie sie sind.» Janssen mache sich da aber keine Sorgen, dass Krasniqi auf die falsche Bahn komme.
Beide Spieler seien noch in einem Lernprozess. Für Schneider gehe es derzeit vor allem darum, Dalipi darauf vorzubereiten, dass auch mal schwächere Phasen kommen werden. «Ich versuche die Last zu nehmen, dass er nicht immer entscheidend sein muss. Da braucht er meine Unterstützung und die der Mannschaft.» Auch Janssen versucht Krasniqi genau das zu vermitteln: «Manchmal ist weniger mehr. Samuel versucht alles zu machen, das steht ihm manchmal auch im Weg. Er braucht manchmal noch etwas mehr Klarheit in seinen Aktionen, wenn er den nächsten Schritt machen will.» Das Potenzial sei laut Janssen noch lange nicht ausgeschöpft.
So oder so: Dass der albanische Verband zu Besuch gekommen ist, dürfte auch den SFV auf den Plan rufen. Bislang haben sich beide Spieler aber noch nicht für eine Nation entschieden. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 12 | 7 | 23 | |
4 | FC St. Gallen | 12 | -3 | 19 | |
5 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
6 | Servette FC | 12 | 1 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 12 | -6 | 13 | |
9 | FC Vaduz | 12 | -1 | 10 | |
10 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 12 | -13 | 10 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |
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