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Sunday, October 25, 2026

Schweizer KI-Start-up will Kommunikation von Banken revolutionieren

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Ein Start-up macht sich auf, die Kommunikation bei Banken und Vermögensverwaltern mit künstlicher Intelligenz zu revolutionieren: Zusammen mit den ETH-Informatikstudenten Ryan Fuchs (links im Bild) und Boris Kantor (rechts) hat Bankenberater und Handelszeitung-Kolumnist Klaus Wellershoff in Zürich die Firma Turiq gegründet, wie die drei der Handelszeitung mitteilen.

Die Software von Turiq – von den Gründern als «Betriebssystem für Banken» bezeichnet – soll Informationsflüsse innerhalb der Unternehmen automatisieren und intelligenter machen. So aggregiert sie externe Daten wie Medienberichte, Broker-Analysen oder Daten von Lieferanten wie Bloomberg, aber auch interne Daten von Banken und Finanzinstituten. Daraus erstellt sie automatisch Berichte für Mitarbeitende wie CIOs, Händler und Beraterinnen. Dabei helfe die KI nicht nur, die Informationen den richtigen Personen zuzustellen, wie Fuchs erklärt. Je nach Profil der Adressaten würden die Texte anders formuliert – passend zu den jeweiligen Bedürfnissen der Kundschaft.

Erste Kunden nutzen das System

Das System sei bereits bei einem Kunden, einem börsenkotierten Assetmanager mit fünfzig bis hundert Mitarbeitenden, im Einsatz, erklärt Fuchs. Bei einem zweiten sei man an der Einführung. Weniger als ein Jahr nach den ersten Ideen für das Produkt generiere man so bereits Umsatz.

Entstanden ist Turiq aus einem Hackathon an der HSG, bei dem Fuchs und Kantor eine von IBM und Wellershoff & Partners ausgeschriebene Aufgabe lösten. Innert 48 Stunden entwickelten die beiden eine Anwendung zur News-Aggregierung. Die Basis für Turiq war gelegt.

Laut Fuchs und Kantor baut Turiq auf verschiedenen KI-Modellen auf. Gespeichert werden die Daten in der existierenden Cloud-Umgebung der Kunden, wodurch sich aufwendige Compliance-Prozesse erübrigen. Dabei werde sichergestellt, dass die KI-Modelle nicht mit Kundendaten trainiert werden.

Die beiden Jungunternehmer denken gross – etwa an einen Ableger in San Francisco, um vom dortigen Tech-Netzwerk zu profitieren. Erst einmal aber sollen die Schweiz und ihre Nachbarländer erobert werden. Dafür sei man gut positioniert, findet Wellershoff. Etwas mit Turiq Vergleichbares gebe es derzeit nicht auf dem Markt.

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