Leanne (36) will Söhne vor Ertrinken retten – und stirbt selbst

- Die Britin Leanne Gregory (36) ist in Familienferien auf den Bahamas-Inseln gestorben.
- Sie wollte ihre beiden Söhne aus einer starken Strömung retten und ertrank dabei selbst, während ihre Buben überlebten.
- In ihrer Heimat löste der Tod der zweifachen Mutter grosse Bestürzung aus.
Die gemeinsamen Familienferien auf den Bahamas endeten für eine britische Familie in einer Tragödie. Die 36-jährige Leanne Gregory aus Stapleford in Nottinghamshire starb am Dienstag vor der Küste der Insel Bimini, nachdem sie versucht hatte, ihre beiden Söhne aus einer starken Strömung zu retten, wie die BBC berichtet.
Das Paar hatte auf der Karibikinsel zusammen mit seinen Söhnen Ferien gemacht und wollte dort seinen zehnten Hochzeitstag vorfeiern. Während die Eltern am Strand Handtücher und Taschen ordneten, schnorchelten die beiden Buben im flachen Wasser. Plötzlich gerieten sie in Not und wurden laut Vater Nathan von einer Strömung aufs offene Meer hinausgezogen.
Vorfall dauerte nur zehn Minuten
«Beide waren so aufgeregt», sagte Nathan der BBC. Er und seine Frau seien sofort ins Wasser gesprungen, um die Kinder zu retten. Der ganze Vorfall habe weniger als zehn Minuten gedauert. Die beiden Buben konnten gerettet werden. Für ihre Mutter kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Die Polizei der Bahamas erhielt kurz nach 10 Uhr Ortszeit die Meldung, dass am Fähranleger North Bimini eine bewusstlose Frau gefunden worden sei. Leanne Gregory wurde nach Wiederbelebungsversuchen in eine örtliche Klinik gebracht, dort aber für tot erklärt. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es gemäss Polizei nicht.
«Sie war im Leben und im Tod eine Heldin»
Nathan ist inzwischen mit seinen Söhnen nach Grossbritannien zurückgekehrt. Den Verlust seiner Jugendliebe, die er seit der Grundschule kannte und mit der er seit dem Alter von 14 Jahren zusammen war, bezeichnete er als «unvorstellbar». Seine Frau sei «im Leben und im Tod eine Heldin» gewesen.
In ihrer Heimat löste der Tod der zweifachen Mutter grosse Bestürzung aus. Politiker und Feuerwehrleute aus Stapleford bekundeten ihr Mitgefühl. Eine Spendenaktion für Nathan und die beiden Kinder hat bereits über 10’000 Pfund (etwa 11’000 Franken) eingebracht. Auch Royal Caribbean und Virgin Airlines hätten der Familie bei der schwierigen Heimreise geholfen, sagte Nathan.
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Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
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Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.
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