InquirerGatchalian tells DepEd: Don’t let El Niño worsen learning lossPunch2027: Uba Sani rallies support for Tinubu, Abbas in KadunaDaily MaverickHUNGER FOR ACTION: No more ‘business as usual’ — experts sound warning on SA’s lapsed food planThe Jerusalem PostHerzog calls on political leaders to demonstrate flexibility ahead of coalition negotiationsZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioCapital FMGachagua warns Ruto allies against poaching KalonzoMintCentre moves Supreme Court against Vedanta’s $99 million Ravva oilfield awardIl Fatto QuotidianoOmicidio nel Palermitano: allevatore ucciso a colpi di pistola nelle MadonieSportstarIND vs NZ, 5th T20I: Seifert, Phillips power New Zealand to 7-wicket win; India wins series 3-2경향신문[버금 밥상]새우젓RTL BoulevardCaroline uit B&B Vol Liefde krijgt opvallende reacties van fans over uiterlijkANSA SportTorino: Cacciamani non ce la fa, salta il Frosinone
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, November 1, 2026

Dieter Bohlen: «Es ist richtig, wenn euch der Kragen platzt»

Translate
  • Pop-Titan Dieter Bohlen (72) unterstützt die friedlichen Proteste der Bewegung «Gen Z regelt».
  • In einem Instagram-Video spricht er sich gegen eine neue Wehrpflicht aus: «Ich habe sechs Kinder, die würde ich niemals in den Krieg schicken.»
  • Am Samstag gingen laut Initiative 120’000 Menschen in über 30 deutschen Städten auf die Strasse.
  • Abends kam es in Frankfurt und Köln zu Ausschreitungen, Hessens Ministerpräsident Boris Rhein kündigt Konsequenzen an.

Pop-Titan Dieter Bohlen (72) stellt sich hinter die jungen Demonstrierenden, «zumindest hinter den friedlichen Teil», wie «Bild» schreibt. In einem Instagram-Video unterstützt Bohlen als sechsfacher Vater die Proteste der Bewegung «Gen Z regelt». «Ja, meine Freunde, es ist richtig, wenn euch der Kragen platzt und wenn ihr demonstrieren geht», sagt er.

Besonders die Forderung nach einem Verzicht auf eine neue Wehrpflicht unterstützt der Musikproduzent. «Wofür sind diese Kriege gut? Für gar nichts. Und deshalb sollten wir alle dagegen sein», sagt Bohlen.

Am Samstag gingen in mehr als 30 deutschen Städten Zehntausende Menschen auf die Strasse. Sie forderten unter anderem mehr Geld für Bildung, bezahlbaren Wohnraum und Klimaschutz. Die Initiative spricht von 120’000 Teilnehmenden. Die Demonstrationen verliefen zunächst weitgehend friedlich. Am Abend kam es jedoch insbesondere in Frankfurt und Köln zu Ausschreitungen.

«Ich würde meine Kinder niemals in den Krieg schicken»

Bohlen beschäftigt vor allem die Debatte um die Wehrpflicht. «Ich bin auch total gegen eine neue Wehrpflicht», sagt er. «Ich habe sechs Kinder, die würde ich niemals in den Krieg schicken.»

Dabei erinnert der ehemalige Modern-Talking-Star an seinen Vater, der mit 18 Jahren in den Zweiten Weltkrieg ziehen musste und in Gefangenschaft geriet. Auch die Zukunftssorgen der Jugendlichen kann Bohlen nachvollziehen. Er kritisiert, dass der Staat seiner Meinung nach zu wenig Geld in Schulen und Infrastruktur investiere. «Wehrt euch! Lasst euch nicht alles gefallen», sagt Bohlen zum Schluss des Videos.

Worauf sollten Jugendliche aus deiner Sicht bei Protesten den Fokus legen?

Politik kündigt Konsequenzen für Gewalt an und schweigt zur Unzufriedenheit der Demonstrierenden

Ausschreitungen gelten als Ausdruck von Wut und Verzweiflung. Bereits Bürgerrechtler Martin Luther King beschrieb Unruhen als Sprache jener Menschen, die nicht gehört werden. Das rechtfertige keine Gewalt, man müsse jedoch auch die Ursachen der Eskalation untersuchen statt nur auf die Zerstörung zu reagieren.

Die Ausschreitungen vom Samstag werfen allerdings Fragen auf. In Frankfurt wurden Polizisten angegriffen und Geschäfte geplündert. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein kündigte Konsequenzen an – allerdings nur für Gewalttäter. Die politischen Forderungen der Demonstration lässt er links liegen. Die Initiative «Gen Z regelt» distanzierte sich ausdrücklich von der Gewalt und betonte, dass sie für friedlichen Protest und demokratische Werte stehe. Gleichzeitig kritisiert ein Sprecher der Bewegung, dass die eigentlichen politischen Themen der jungen Generation ignoriert würden, da nun ausschliesslich die Gewaltbereitschaft einzelner Gruppen auf der politischen Agenda stehe.

Für die Bewegung «Gen Z regelt» soll der Samstag erst der Anfang gewesen sein. Am 20. November sind weitere Proteste im Rahmen eines internationalen Jugendstreiktags vorgesehen.

Ob aus den Demonstrationen längerfristige politische Veränderungen entstehen, ist offen. Fest steht: Mit Dieter Bohlen hat die Bewegung einen prominenten Unterstützer gefunden, der ihre Sorgen öffentlich aufgreift.

Dario Aeberli

Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.