Erste Bilder: R8 Gordini Concept: Renault surft weiter auf der Retrowelle
Erste Bilder: R8 Gordini Concept
Renault surft weiter auf der Retrowelle
Mit der Studie R8 Gordini Concept lotet Renault das Interesse an einem weiteren Retro-Elektroflitzer aus. Der R8 Gordini sorgte vor sechs Jahrzehnten im Rallyesport für Furore. Und bald auch als E-Flitzer auf unseren Strassen?
Publiziert: vor 10 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Renault präsentiert den elektrischen R8 Gordini Concept am Pariser Autosalon
- Das Konzeptauto erinnert mit Design an das legendäre Original der 1960er
- Studie hat 270 PS, ist 4,12 Meter lang und 1,88 Meter breit
Vor 80 Jahren gründete der gebürtige Italiener Amedeo Gordini (1899–1979) die nach ihm benannte Marke. Er war ein leidenschaftlicher Tuner und liebte sportliche Karosserien. Schon in den 1930ern tüftelte Gordini für Simca. Zwei Jahrzehnte später scheiterte er in der Formel 1 an der Übermacht von Mercedes, Maserati und Ferrari.
Also wandte sich Gordini Anfang der 1960er-Jahre Renault zu. Mit Erfolg. Die von ihm überarbeiteten Modelle R8 Gordini, R12 Gordini und R17 Gordini waren in jener Zeit bei Rallyes erfolgreich. In dieser Zeit entstand auch der erste Renault-Gordini für die Strasse: der Dauphine Gordini. Die Leistungssteigerung fiel 1957 zwar recht bescheiden aus – von 32 auf 38 PS. Doch optisch wirkte die Gordini-Variante deutlich aggressiver und schlug eine Brücke zwischen Rennstrecke und Strasse.
Es folgte 1964 der R8 Gordini, eine Limousine mit Vierzylindermotor und 1,1 Liter Hubraum. In der Standardversion leistete dieser nur 50 PS. Doch «Zauberer Gordini» kitzelte für seine Version mehr als das Doppelte heraus (erst 95, später 110 PS). Der R8 war nach dem Dauphine das zweitpopulärste Gordini-Modell und machte die blaue Lackierung mit den beiden weissen Streifen über Front, Dach und Kofferraumdeckel legendär. Der R8 Gordini wurde bis 1970 produziert und war kommerziell erfolgreicher als die später in den 1970ern noch folgenden R12 Gordini und R17 Gordini.
Gleich lang wie ein Clio, aber viel breiter
Mit der modernen Interpretation R8 Gordini Concept testet Renault nach den Erfolgen mit den Retro-R5, R4 und Twingo, ob auch ein elektrischer R8 Gordini bei den Kunden eine Chance hätte. Wenn ja, würde das Serienmodell dann aber eher über vier statt nur zwei Sitzplätze wie die Studie verfügen. Mit 4,12 Metern ist die Studie genau gleich lang wie ein Clio. Allerdings ist der R8 Gordini elf Zentimeter breiter (1,88 m) und viel flacher (1,27 m). Besonders auffällig ist das steile Heck mit seiner schrägen Silhouette und dem über die gesamte Breite des oberen Heckbereichs verlaufenden Gitter – eine Hommage ans Design des Originalmodells und keine technische Notwendigkeit.
Bleibt die Frage, ob die Leistung von 270 PS aus einem oder zwei Elektromotoren stammt. Abgesehen von den elektrisch öffnenden Türen erinnert im Innenraum alles an vergangene Zeiten. Das beginnt bei den rund geformten Instrumenten, die quer über das Armaturenbrett verlaufen und so einen zentralen Touchscreen ersetzen.
Renault zeigt den R8 Gordini Concept erstmals am Pariser Autosalon (12. bis 18. Oktober). Dann zeigt sich, wie viel Lust die Autofans auf die Elektro-Legende haben.
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