Ein Jahr nach Horror-Crash – Dettwiler zurück im Rennmodus: «Es hat sich gut angefühlt»

Es war der 25. Oktober 2025. An jenem Tag vor fast einem Jahr verunfallte Noah Dettwiler auf der Besichtigungsrunde des GP Malaysia. Der Spanier Jose Antonio Rueda knallte mit seinem Motorrad in hohem Tempo von hinten in den Solothurner hinein. Die Folge: Mehrere Herzstillstände, multiple Brüche am Bein. Man musste sich um Dettwilers junges Leben ernsthaft Sorgen machen.
Comeback in Supersport-Klasse
Doch nun ist der 21-Jährige zurück auf der Rennstrecke – und er sagt: «Es hat sich gut angefühlt.» Am Wochenende war Dettwiler auf dem Autodromo Vallelunga beim Saisonfinale der italienischen Meisterschaft am Start und fuhr auf den 15. Rang.
«Nach fast einem Jahr nicht mehr in der Startaufstellung zu stehen und im Rennmodus zu sein. Dann noch mein erstes Rennen in dieser Meisterschaft mit dem grösseren Motorrad. Es war sehr speziell», blickt Dettwiler im Gespräch mit SRF auf sein Comeback zurück.
Grösseres Motorrad? Bis zu seinem Unfall war Dettwiler in der Moto3-WM an den Start gegangen. Nun in Vallelunga nahm er in der Supersport-Klasse mit einer deutlich leistungsstärkeren Ducati Panigale V2 teil.
Rückschläge überwunden
Dettwilers Weg zurück auf die Rennstrecke war steinig. Obwohl es «sehr viele schöne Momente» gegeben habe, habe er auch viele Rückschläge einstecken müssen. «Diese waren schwer zu akzeptieren. Ich musste einen Weg finden, damit umzugehen.»
Bereits im letzten Frühling hätte er fast sein Comeback gegeben. Geklappt hatte es dann jeweils – nach einem Trainingssturz und einem nicht bestandenen Medizincheck – doch nicht.
Mit dem Start in Vallelunga ist der erste grosse Schritt getan. Und weitere Schritte sollen folgen. Wohin genau, ist noch offen. «Es wird weitergehen, wir werden weiterarbeiten. Wir schauen noch, welche Optionen es gibt.»
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