Haarpflege-Pionier John Frieda stirbt mit 75 Jahren

Coiffeur-Ikone
Haarpflege-Pionier John Frieda stirbt mit 75 Jahren
John Frieda, legendärer britischer Coiffeur und Erfinder des berühmten Purdey-Schnitts, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Sein Salon verkündete die traurige Nachricht am Dienstag. Prominente wie Madonna und Prinzessin Diana zählten zu seinen Kunden.
Publiziert: vor 12 Minuten
- Der britische Star-Coiffeur John Frieda ist mit 75 Jahren im Kreis seiner Familie gestorben
- Sein Durchbruch gelang 1976 mit dem Purdey-Schnitt für Joanna Lumley in der Serie The New Avengers
- Mit Gail Federici entwickelte Frieda Frizz-Ease und Sheer Blonde, 2002 verkaufte er die Marke an Kao
Silja AndersRedaktorin People
John Frieda ist tot. Der britische Star-Coiffeur und Gründer einer weltweit erfolgreichen Haarpflegemarke verstarb im Alter von 75 Jahren. Sein Tod wurde am Dienstagabend via Instagram bekannt gegeben. Angaben zur Todesursache fehlten.
«Mit schwerem Herzen teilen wir die Nachricht mit, dass unser lieber John friedlich im Kreise seiner Familie verstorben ist», schrieb sein Salon. Frieda sei «eine wahre Ikone der Friseurbranche» gewesen, so der Beitrag weiter. Seine Stieftochter Asia Agnelli Lagrange ergänzte: «Heute haben wir den besten Mann verloren, den es je gab.»
Der Coiffeur, dem die Stars vertrauten
Frieda wurde am 9. Juli 1951 in Kenton, Middlesex, als Alan Howard Frieda geboren. Sein Vater führte einen Salon in Ealing, sein Grossvater war Barbier an der Fleet Street. Doch Friseur wollte er ursprünglich gar nicht werden, wie er 1999 gegenüber «The Independent» erklärte. Dennoch begann er seine Karriere im renommierten Londoner «House of Leonard». Dort wurde er schnell Assistent von Star-Coiffeur Lewis Leonard. Wegen eines Namensdoppels im Salon übernahm er den Vornamen «John» von seinem Vater, wie er im Juni 2026 der «Times» erzählte. Bald frisiert er Grössen wie Twiggy und Mick Jagger.
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Der grosse Durchbruch gelang ihm 1976 mit der Kreation des ikonischen «Purdey»-Topfschnitts, den Schauspielerin Joanna Lumley für ihre Rolle in «The New Avengers» trug. Im selben Jahr eröffnete er mit nur 25 Jahren seinen ersten eigenen Salon. Frieda wurde zum Star-Friseur der Reichen und Schönen. Zu seinen Kundinnen zählten Madonna, Nicole Kidman und Prinzessin Diana.
Mit der US-Managerin Gail Federici entwickelte Frieda später eigene Haarpflegeprodukte, die ihn weltweit bekannt machten. 1988 brachte er Frizz-Ease auf den Markt, 1998 folgte Sheer Blonde. Seine Philosophie: Jedes Haar braucht individuelle Pflege. 2002 verkaufte er die Marke an den japanischen Konzern Kao, behielt jedoch seine Salons.
Auch privat war Frieda eine schillernde Figur. 1976 heiratete er die Sängerin Lulu, mit der er Sohn Jordan bekam. Die Trauung im Standesamt von Hampstead fand im Beisein von Stars wie Ringo Starr und Elton John statt. Doch die Ehe zerbrach, als Frieda für sein Geschäft in die USA zog. 1992 wurde die Scheidung vollzogen. Lulu sprach später von einer «sehr schmerzhaften Zeit». Frieda selbst gab in der «Times» zu, er habe damals nicht «Mr. Lulu» sein wollen. «Aber ich war ein junger Kerl.» Aufgehört, sie zu lieben, habe er nie.
2002 lernte Frieda Frances Avery Agnelli kennen, die Witwe des Fiat-Erben Giovanni Alberto Agnelli. Die beiden bekamen zwei Kinder und heirateten 2019. Frieda hinterlässt seine Frau, vier Kinder und zwei Enkel.
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