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Thursday, September 17, 2026

Im Schweizer Mittelland – Privatversicherte Hagelschäden im Milliardenbereich

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  • Der Schweizerische Versicherungsverbands (SVV) hat die privatversicherten Schäden des schweren Hagel- und Sturmereignis von Ende August eingeschätzt.
  • Die Summe beläuft sich laut des SVV auf knapp eine Milliarde Franken.
  • Der Grossteil fällt auf beschädigte Motorfahrzeuge.

Es war eine besonders kräftige Gewitterzelle, die am Vormittag des 28. August vom Jurabogen über das Mittelland bis in die Ostschweiz zog. Wie der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) nun geschätzt hat, hinterliessen die golfballgrossen Hagelkörner und schweren Sturmböen privatversicherten Schäden in Höhe von knapp einer Milliarde Franken.

Mehr als 100'000 beschädigte Fahrzeuge

Der grösste Teil der versicherten Schäden entfällt laut dem SVV auf Motorfahrzeuge. Mehr als 80 Prozent der geschätzten Schadensumme gehen auf vom Hagel beschädigte Autos zurück. Insgesamt seien mehr als 100'000 Fahrzeuge betroffen gewesen.

Weitere rund zehn Prozent der geschätzten Schadensumme entfallen auf Elementarschäden, die über den Schweizer Elementarschadenpool gedeckt sind. Diesem gehören die wichtigsten in der Schweiz tätigen Privatversicherer an. Die übrigen Schäden betreffen weitere Versicherungszweige, darunter Betriebsunterbruch- und andere Zusatzversicherungen.

Gebäudeschäden kommen noch hinzu

Die Schäden an Gebäuden sind in der Schätzung von knapp einer Milliarde Franken ausgenommen. Sie sind von den kantonalen Gebäudeversicherungen gedeckt. Nur in sieben Kantonen übernimmt die Privatassekuranz diese Versicherung.

Ein Auto mit zersprungener Windschutzscheibe in einer Werkstatt.
Legende: Lokal gingen Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern sowie schwere Sturmböen nieder, die grosse Hagel- und Sturmschäden verursachten. KEYSTONE/Claudio Thoma

Die vom Hagelsturm betroffenen Kantone verfügen mehrheitlich über eine solche Monopolanstalt. Die kantonalen Gebäudeversicherungen erheben die dort entstandenen Schäden separat. Zahlen dazu liegen laut SVV noch nicht vor.

Der privatversicherte Schaden des Unwetters ist damit doppelt so hoch wie jener des letzten grossen Hagelereignisses im August 2023 im Tessin.

Besonders vom Gewitter betroffen waren die Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und Thurgau. Mehrere Menschen wurden durch umgewehte Bäume und Hagelschläge verletzt, eine Frau im Kanton Solothurn schwer.

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