– Tod von Ex-Cambridge-Professor: Familie erhebt schwere Vorwürfe

- Die Familie von Jason Arday bestätigt seinen Tod und zeigt sich tief erschüttert.
- Angehörige machen eine jahrelange Kampagne aus Desinformation und Anfeindungen mitverantwortlich.
- Cambridge-Vizekanzlerin Deborah Prentice äussert ihre tiefe Betroffenheit und kondoliert.
- Die Universität Cambridge will die Umstände von Ardays Anstellung untersuchen.
Nach dem Tod des früheren Cambridge-Professors Jason Arday hat dessen Familie schwere Vorwürfe gegen jene erhoben, die ihn seit seiner Berufung an die renommierte britische Universität öffentlich kritisiert hatten. In einer über den Verlag Simon & Schuster veröffentlichten Erklärung heisst es, die Angehörigen stünden «unter Schock», einen «aussergewöhnlichen Vater, Partner, Bruder, Onkel und Sohn» verloren zu haben.
«Kampagne der Desinformation»
Gleichzeitig machte die Familie eine langjährige Kampagne gegen den Wissenschaftler für dessen Leidensweg mitverantwortlich. Arday sei während mehr als drei Jahren einer «anhaltenden Kampagne von Missbrauch und Desinformation» ausgesetzt gewesen. Diese sei von Personen geführt worden, die «nichts unversucht liessen», um ihn zu diskreditieren.
«Die Kampagne der Desinformation war zu viel für Jason», heisst es in der Erklärung weiter. Arday sei ein sanftmütiger Mensch gewesen, der stets das Gute in anderen habe sehen wollen.
Auch die Universität Cambridge reagierte mit Betroffenheit auf die Nachricht. Vizekanzlerin Deborah Prentice erklärte, sie sei «zutiefst traurig» über Ardays Tod. Ihren Angaben zufolge gelte das Mitgefühl der Universität in dieser schwierigen Zeit seiner Familie und seinen Freunden.
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Bild 1 von 2. 2023 wurde Jason Arday im Alter von 37 Jahren zum jüngsten Professor für Bildungssoziologie an der Cambridge Universität ernannt. (Aufnahme von 2012). Bildquelle: Joe Giddens/LOCOG/PA via AP.
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Bild 2 von 2. In diesem Gebäude der Universität Cambridge in Grossbritannien hatte Jason Arday vor seinem Rücktritt gearbeitet. Bildquelle: Keystone/EPA/TOLGA AKMEN.
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Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete Ardays Tod in einem Eintrag auf der Plattform X als «Tragödie» und «Weckruf».
Zuvor hatte Cambridge angekündigt, die Umstände rund um Ardays Anstellung an der Universität zu untersuchen. Der Wissenschaftler war zuletzt ins Zentrum eines aufsehenerregenden Streits geraten, bei dem Vorwürfe des Plagiats und Debatten über Rassismus eine zentrale Rolle spielten.
Mit dem Tod Ardays erhält die Kontroverse nun eine tragische Wendung. Während die Universität die Hintergründe weiter aufarbeiten will, fordert seine Familie, die Folgen der jahrelangen öffentlichen Angriffe nicht auszublenden.
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