CNN TürkNijerya'da işçi teknesi alabora oldu: Tarlaya çalışmaya giden çoğu çocuk 52 kişi öldüInquirer EntertainmentBTS’ Jungkook hacking ringleader gets 20 years in prisonInquirerAteneo de Zamboanga to tighten security including vehicle checksPunchMorning recap: ‘Fake agency’ boss fights back, nutritionists warn against market-sliced vegetables, other top storiesThe Jerusalem Post'Unprecedented' cyberattack on UK power plant caused by hackers linked to Iranian regime - reportוואלהרוכב קורקינט חשמלי נפגע מאוטובוס בכביש 44 - מצבו קשהCNN BrasilApós suspender 14 bets, Fazenda anuncia 40 processos contra sites de apostaMyJoyOnlineLess than 20km of clearing left to connect Accra-Kumasi Expressway to Kumasi – AgbodzaMundo Deportivo"Querían castigar a Lorca por ser rojo, maricón, amigo y discípulo de Fernando de los Ríos, y muchas cosas más"TVN24Zakaz patostreamingu. Nowe przepisy wchodzą w życieynetגבר טבע למוות סמוך לחוף מכמורתRTL BoulevardRegisseur bevestigt: National Treasure 3 komt er nu echt aan
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, August 23, 2026

Klimawandel begünstigt Exotin: Gottesanbeterin fühlt sich in Deutschland wohl

Translate

Klimawandel begünstigt ExotinGottesanbeterin fühlt sich in Deutschland wohl

22.08.2026, 11:10 Uhr

00:00

02:49

Lange Zeit kommt die Gottesanbeterin vor allem am Kaiserstuhl im Süden Deutschlands vor. Inzwischen allerdings wird das Insekt mit dem berüchtigten Paarungsverhalten deutlich häufiger gesichtet.

Einst war sie in Deutschland eine Exotin - mittlerweile hat sich die Gottesanbeterin jedoch sprunghaft verbreitet. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erfasst auf einem Online-Portal gesichtete Tiere und zählt seit Anfang Juli mehr als 15.000 Meldungen (Stand: Mitte August). "Das ist deutlich mehr als im gesamten letzten Jahr", schreibt der Nabu auf seiner Internetseite.

Die langbeinige Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist vor allem für ihr makaber anmutendes Paarungsverhalten berüchtigt: Demnach stirbt rund ein Drittel der Männchen unmittelbar nach der Paarung - weil das Weibchen das kleinere Männchen frisst. Weibliche Tiere werden bis zu etwa acht Zentimeter groß, Männchen bis zu etwa sechs Zentimeter.

Obwohl die Meldungen beim Nabu auf den Fotos und Bestimmungen von Laien beruhen, ist die Bestimmungsquote wegen des besonderen Aussehens des Insekts den Angaben zufolge sehr hoch: 99,9 Prozent der Bilder würden korrekt bestimmt.

Lange kam die Gottesanbeterin nur am Kaiserstuhl im Süden Deutschlands vor, hat sich in den vergangenen Jahren jedoch deutlich im Land verbreitet. Nabu-Experte Helge May erklärt, dass wärmere Temperaturen in Deutschland die Tiere dadurch begünstigten, dass die von den Weibchen abgelegten Ei-Pakete zur Entwicklung Wärme benötigten. "Und da ist der Klimawandel der entscheidende Faktor", sagte May dem Deutschlandfunk.

Mittlerweile auch in Berlin

Der Organisation zufolge gibt es mittlerweile viele Tiere entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sowie ein davon getrenntes Vorkommen von Thüringen bis zur Lausitz und bis in die Hauptstadt. "Heute kann man in ganz Berlin auf Brachen, Schuttflächen oder an sonnigen Wegrändern mit etwas Glück diesem faszinierenden Insekt begegnen", teilte die Artenschutzreferentin beim Nabu Berlin, Janina Klug, mit.

Durch ihre meist grüne oder braune Färbung ist eine Gottesanbeterin gut getarnt, was ihr bei der Jagd auf ihre Beutetiere wie Heuschrecken, Spinnen und Fliegen hilft. Sie kann stundenlang unbemerkt ruhen und sich dann im Zeitlupentempo anschleichen. Für den tödlichen Zugriff sei sie perfekt ausgerüstet, schreibt der Nabu. "Ihre kräftigen Fangarme sind mit zahlreichen Dornen bestückt und können sich rasend schnell bewegen. Einmal in den Fangarmen gibt es für die Beute kein Zurück mehr."

Der Fangschlag dauert 50 bis 60 Millisekunden und ist damit etwa sechsmal schneller als ein Lidschlag des menschlichen Auges. Für Menschen ist die Gottesanbeterin ungefährlich.

View the original on n-tv

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.