St. Galler Polizei jagt Raser auch zukünftig aus der Luft

- Die Kapo St. Gallen will mit Drohnen die Verkehrssicherheit erhöhen und Raser aufspüren.
- Nach einer Testphase kommen die Drohnen auch künftig im Strassenverkehr zum Einsatz.
- Weil Drohnen kaum wahrnehmbar sind, sollen Lenkende unsicher sein, ob gerade eine Überwachung stattfindet.
Seit diesem Jahr setzt die Kantonspolizei St. Gallen Drohnen bei Verkehrskontrollen ein. Wie es in einer Mitteilung am Freitag heisst, verlief die Testphase erfolgreich, weshalb der Strassenverkehr auch in Zukunft örtlich und zeitlich begrenzt aus der Luft überwacht wird.
Was decken die Drohnen auf?
«Im Einsatz zeichnen Drohnen das Fahrverhalten aus der Luft auf. Anhand von Videoaufnahmen wird die Geschwindigkeit mittels einer Weg-Zeit-Berechnung ermittelt. Dadurch können Geschwindigkeit und Fahrverhalten über einen längeren Strassenabschnitt beurteilt werden», schreibt die Kantonspolizei.
«Nicht angepasste Geschwindigkeit gilt nach wie vor als eine der häufigsten Unfallursachen. Mit den Drohneneinsätzen erweitert die Kantonspolizei St. Gallen ihre Möglichkeiten zur Bekämpfung von Verkehrsregelverletzungen und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.»
Wie stehst du dazu, dass die St. Galler Polizei Raser künftig auch per Drohne kontrolliert?
Wo erfolgen die Einsätze?
Die Einsätze konzentrieren sich auf Strassenabschnitte, bei denen polizeiliche Erkenntnisse auf massive Geschwindigkeitsüberschreitungen, Raserdelikte oder gefährliches Fahrverhalten hinweisen. Auch Meldungen aus der Bevölkerung spielen dabei eine Rolle.
Die Drohne ist für Fahrzeuglenkende praktisch unsichtbar. «Die Drohnenüberwachung erzeugt dadurch bei Fahrzeuglenkenden, die sich nicht an die Vorschriften halten, eine gewisse Ungewissheit darüber, ob aktuell eine Überwachung stattfindet. Dieser präventive Effekt kann zu einer erhöhten Einhaltung der Verkehrsvorschriften beitragen.»
Was ist die Bilanz aus der Testphase?
Insgesamt wurden in diesem Jahr sechs Kontrollen mit Drohnen durchgeführt: Fünf Kontrollen auf der Stossstrasse, eine bei Mühlrüti an der Hulftegg. Dabei wurden die Strecken über mehrere Stunden überwacht und gezielte Aufnahmen mit Drohnen durchgeführt.
Bei den insgesamt sechs Kontrollen wurden am Stoss zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt, bei Mühlrüti an der Hulftegg keine. Zudem verzeigte die Kantonspolizei fünf Verkehrsteilnehmende wegen technisch unerlaubter Änderungen an ihren Fahrzeugen.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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