Versteck aufgeflogen – Spanien liefert Schweizer (50) aus

- Ein 50-jähriger Schweizer steht im dringenden Verdacht, seine 51-jährige Partnerin in Engwang TG getötet zu haben.
- Spanien lieferte den Mann im Juli 2026 an die Schweiz aus – er sitzt seither in Untersuchungshaft.
- Die Staatsanwaltschaft Thurgau rechnet mit einem Abschluss des Verfahrens Ende 2027.
Im Januar 2026 wurde eine 51-jährige Frau in Engwang im Kanton Thurgau als vermisst gemeldet. Ende April fanden die Ermittler bei einer gross angelegten Suchaktion menschliche Überreste auf dem Grundstück, auf dem die Frau mit ihrem Partner gelebt hatte. Später bestätigte das Institut für Rechtsmedizin St. Gallen: Bei der Toten handelt es sich um die vermisste 51-Jährige. Die Behörden gehen von einem Tötungsdelikt aus.
Unter dringendem Tatverdacht steht ihr 50-jähriger Partner. Beim Mann handelt es sich um einen Schweizer, der im Thurgau aufgewachsen ist. Als die Überreste seiner Partnerin gefunden wurden, hatte er sich bereits in die spanischen Berge abgesetzt. Dort lebte er abgelegen und hatte sein Anwesen mit Videoüberwachungssystemen ausgestattet, was es den Ermittlern laut «Thurgauer Zeitung» erschwerte, ihn aufzuspüren.
Verdächtiger seit Juli zurück in der Schweiz
Die spanische Polizei konnte den Mann dennoch festnehmen und in Auslieferungshaft setzen. Im Juli wurde er schliesslich an die Schweiz ausgeliefert, wie Fabian Mörtl, Sprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft, gegenüber der «Thurgauer Zeitung» sagt. Die Auslieferung sei aus Sicht der Staatsanwaltschaft verhältnismässig schnell erfolgt.
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Seit seiner Rückkehr sitzt der 50-Jährige in Untersuchungshaft. Wo genau er inhaftiert ist, geben die Ermittler nicht bekannt. Der Verdächtige soll mittlerweile auch schon befragt worden sein.
«Abschluss vermutlich Ende 2027»
Die Ermittlungen laufen weiter – und zwar nicht nur in der Schweiz. Auch das Anwesen des Mannes in Spanien wurde durchsucht. Dabei konnten weitere Spuren gesichert werden. Welche Beweise die Ermittler bisher erhoben haben und was der 50-Jährige bei seiner Befragung ausgesagt hat, bleibe vorerst geheim, wie Mörtl gegenüber der Zeitung sagt.
Bis das Verfahren abgeschlossen werden kann, dürfte es noch eine Weile dauern. «Stand heute gehen wir von einem Abschluss Ende des Jahres 2027 aus», sagt Mörtl. Das Grundstück in Engwang, auf dem Ende April die sterblichen Überreste gefunden wurden, ist mittlerweile wieder freigegeben.
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Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.
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