Nobelpreis 2026 – Wirtschaftsnobelpreis geht an Michael Woodford und Robert E. Hall

- Der Wirtschaftsnobelpreis geht an die in den USA tätigen Wissenschaftler Michael Woodford und Robert E. Hall.¨
- Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.
- Die Forscher werden für ihre Arbeiten zur Stabilisierung der Wirtschaft ausgezeichnet. Ihre Modelle helfen Regierungen und Notenbanken dabei, Wirtschaftskrisen abzufedern und die Inflation unter Kontrolle zu halten.
Die beiden Wissenschaftler hätten neue Modelle entwickelt, mit denen sich die Wirkung staatlicher Ausgaben und geldpolitischer Massnahmen besser abschätzen lasse, teilt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Damit könnten wirtschaftliche Auf- und Abschwünge wirksamer gedämpft werden.
Hall und Woodford untersuchten insbesondere, wie Haushalte und Unternehmen auf wirtschaftspolitische Entscheidungen reagieren. Dabei spielt eine wichtige Rolle, welche Erwartungen die Menschen an die Zukunft haben. Schon die Ankündigung von Massnahmen durch Regierungen oder Notenbanken kann demnach das wirtschaftliche Verhalten beeinflussen.
Ihre Forschung habe eine stabile theoretische Grundlage für Modelle geschaffen, die heute von Zentralbanken und Regierungen weltweit verwendet würden, erklärte der Vorsitzende des Nobelkomitees, John Hassler, vor den Medien.
Der 1943 geborene Hall lehrt an der Stanford University in Kalifornien. Der 1955 geborene Woodford ist Professor an der Columbia University in New York.
- 2025: Wirtschaftshistoriker Joel Mokyr und die Wachstumsforscher Philippe Aghion und Peter Howitt für ihre Antworten darauf, wie sich nachhaltiges Wachstum auf Basis von Innovationen erklären lässt
- 2024: Daron Acemoglu, Simon Johnson und James Robinson. Die drei US-Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Frage, was Staaten und Gesellschaften erfolgreich und wohlhabend macht.
- 2023: Die US-Ökonomin Claudia Goldin für ihre Forschung zur Rolle von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Forschung deckte auf, was die Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst.
- 2022: Der frühere US-Notenbankchef Ben Bernanke sowie die US-Ökonomen Douglas W. Diamond und Philip H. Dybvig für ihre Forschung zu Bank- und Finanzkrisen.
- 2021: David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens. Card erhielt den Preis für «seine empirischen Beiträge zur Arbeitsökonomie», die beiden anderen «für ihre methodischen Beiträge zur Analyse von Kausalzusammenhängen».
- 2020: Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson für Verbesserungen der Auktionstheorie und Erfindungen neuer Auktionsformate.
Der Preis für Wirtschaftswissenschaften ist genau genommen kein Nobelpreis. Im Jahr 1968 stiftete die Sveriges Riksbank (Schwedens Zentralbank) den «Preis der Sveriges Riksbank für Wirtschaftswissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel». Seither wird er von der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften nach denselben Prinzipien vergeben wie die Nobelpreise, die schon seit 1901 verliehen werden.
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