Fall Ramiswil: Tierpension bleibt auf 26’000 Franken sitzen

- Roger Hostettler bleibt auf rund 26’000 Franken Kosten für vier Tiere aus dem Fall Ramiswil sitzen.
- Zwei Pferde und zwei Ponys stehen seit Dezember 2024 bei ihm in einer Tierpension im Baselbiet.
- Die Hofbesitzerin zahlt gemäss Hostettler seit Mai 2025 nicht mehr.
- Gegen die Frau läuft ein Nachlassverfahren, wie das Konkursamt Solothurn auf Anfrage mitteilt.
«Das geht langfristig einfach nicht mehr», sagt Roger Hostettler zu 20 Minuten. Er trägt die Kosten für zwei Pferde und zwei Ponys von der Besitzerin, die durch den Ramiswil-Fall bekannt wurde. Ihr Hof wurde im November 2025 vom Veterinäramt geräumt. Der Schuldenberg von Hostettler ist durch die Pflege für diese vier Tiere bereits auf rund 26’000 Franken angewachsen.
Seit Dezember 2024 stehen sie in der Tierpension von Hostettler im Baselbiet. Die Kosten für Unterhalt, Futter und Tierarzt sollten eigentlich die Besitzerin weiterhin selber übernehmen. Doch seit Mai 2025 sei kein Geld mehr eingegangen. TeleM1 hat zuerst darüber berichtet.
Problem: Kein schriftlicher Vertrag
Hostettler fordert, dass zumindest die offenen Rechnungen übernommen werden. Wichtig wäre für ihn, dass die Pferde und Ponys auf ihn überschrieben werden: «Dann könnte ich sie veräussern und hätte wieder Platz für zahlungswillige Kunden», sagt er.
Das Problem: Hostettler ist bei den vier Tieren nur als Halter eingetragen, nicht aber als Eigentümer. Verkaufen kann er sie deshalb nicht. Einen schriftlichen Vertrag mit der Hofbesitzerin habe er nicht abgeschlossen. Deshalb sei es für ihn schwierig, seine Forderungen beim Amt geltend zu machen. Direkten Kontakt zur Hofbesitzerin gebe es nicht mehr.
120 Hunde eingeschläfert, 43 Pferde beschlagnahmt
Der Hof in Ramiswil erlangte im November 2025 schweizweite Bekanntheit. Das Veterinäramt musste 120 Hunde einschläfern, zudem wurden der Hofbesitzerin 43 Pferde abgenommen. Diese wurden im November 2025 in Schönbühl BE zwangsversteigert, wie 20 Minuten damals berichtete.
Konkursamt: «Nachlassverfahren ist noch hängig»
Zum aktuellen Stand schreibt Alexandra Kohler vom Konkursamt Solothurn auf Anfrage von 20 Minuten: «Gegen die Besitzerin des Hofs in Ramiswil läuft derzeit ein Nachlassverfahren. Ein Konkursverfahren ist im Kanton Solothurn aktuell nicht hängig. Erst wenn das Nachlassverfahren scheitert, könnte es zu einer Konkurseröffnung kommen.»
Aktivier jetzt den Basel-Push!
Mit dem Basel-Push von 20 Minuten bekommst du die News und Geschichten, die die Nordwestschweiz bewegen, blitzschnell auf dein Handy geliefert.
So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Wähle hier die gewünschten Themen aus. Voilà!
Flurin Pestalozzi (flu) arbeitet seit 2025 bei 20 Minuten und ist Korrespondent in Bern.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
