«Stubete around the World» – Geschwister Monney bringen US-Gospelsängern das Jodeln bei

Die Schwestern Natascha und Maruschka Monney reisen für die SRF-Sendung «Stubete around the World» aus dem ländlichen Fribourg nach New York City, um in die Welt des Gospels einzutauchen. Gemeinsam mit Gospelsängerinnen und -sängern gestalten sie dort einen musikalischen «Sunday Service»-Auftritt. Für die Schwestern ist die Reise vor allem eines: eine Ehre. «Wir präsentieren unsere Kultur, und dann gibt es eine Fusion – ich habe das Gefühl, es wird etwas Cooles.»
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Bild 1 von 3. Die Jodlerinnen Natascha und Maruschka Monney. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 3. In New York werden die Schwestern von Musikleiter Dion Simmons und Pastor Alex Williams empfangen. Der gemeinsame Auftritt findet in Williams’ Kirche in Brooklyn statt. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 3. Auf einer Dachterrasse lernen sie sich zum ersten Mal kennen. Bildquelle: SRF.
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Das erste Treffen: Ein Match
Wer die Schwestern in Brooklyn empfängt, könnte kaum herzlicher sein: Pastor Alex Williams und Musikleiter Dion Simmons der Kirche «Institutional International Ministries» in Brooklyn. «Es ist ein mega herzlicher Empfang», erzählt Maruschka, «wir haben uns da oben gesehen, und es hat sofort gematcht».
In einem Studio tauschen sie erste Lieder aus. Respekt ist dabei die Grundlage, sagt Dion: «Man soll niemanden verletzen, indem man ignorant ist.» Und schnell zeigt sich, wie viel sie verbindet: «Alle Musikgenres stammen im Grunde vom Gospel ab», findet Dion – sogar im Jodel hört er einen Nachhall des Gospels. Für Alex ist die Zusammenarbeit mit den Monney-Schwestern eine Botschaft an die Welt: Menschen, die sich äusserlich und sprachlich unterscheiden, finden zueinander und singen gemeinsam.
Die Fribourgerinnen in New York City
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Bild 1 von 5. Selbst in New York ziehen die Schweizer Trachten auf der Strasse die Blicke auf sich. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 5. Ein Passant fragt, ob sie sich jeden Tag so kleiden. «No, no, that would be crazy» (deutsch: «das wäre verrückt»), kontert Maruschka lachend. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 5. Obwohl die Schwestern katholisch aufgewachsen sind, praktizieren sie heute keine Religion mehr. Dem Glauben begegnen sie dennoch mit Respekt. Besonders berührt hat sie, dass die Begegnung mit Dion und Alex mit einem Gebet begann: «Es verbindet und bedeutet Gemeinschaft. Es war schön, dabei zu sein», sagt Natascha. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 5. In einer Jazzbar in Williamsburg erinnert sie die Stimmung an eine Stubete. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 5. Am Times Square erlebt Natascha «die schlimmste Reizüberflutung» ihres Lebens. Bildquelle: SRF.
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Anthony Morgan klärt auf
Am zweiten Tag ihrer Reise führt der Weg nach Harlem, in eine Kirche, in der die Schwestern Gospelsänger Anthony Morgan treffen – und mit ihm gleich ein Stück Gospelgeschichte. Was Gospel ausmacht, lässt sich für ihn kaum in Worte fassen, ausser vielleicht so: «Wenn man Gospel singt, ist das ein Gefühl ... wenn jemand dabei authentisch ist, spürt man es.»
Morgan singt ihnen vor: «Victory is mine, victory today is mine» – und erzählt, wie zur Zeit der Sklaverei in solchen Liedern heimlich Fluchtbotschaften weitergegeben wurden. Was schön klang, war oft ein Wegweiser in die Freiheit.
Keine Hemmungen in der USA
Bei den Proben für den «Sunday Service» wächst zusammen, was zuerst nur nebeneinanderstand. Dions Chor entscheidet sich sogar, dass sie auch jodeln wollen.
Was sie besonders freut, ist die Offenheit, mit der die Gospelsänger und -sängerinnen sich auf Neues einlassen. Wenn sie in der Schweiz Workshops leiten, brauche es oft einiges an Zeit, bis die Teilnehmenden ihre Zurückhaltung ablegten und frei aus der Brust sangen. Hier sei das ganz anders: «Sie haben hier gar keine Hemmungen, gerade loszulegen.» Was die Schwestern vormachten, werde sofort ausprobiert.
Der «Sunday Service»
Der «Sunday Service» findet in der Kirche von Pastor Alex Williams statt. Das «Institutional International Ministries» im Stadtteil Fort Greene in Brooklyn wurde 1954 von seinem Grossvater erworben und entwickelte sich zu einem der Zentren der New Yorker Gospelmusik. Genau hier verschmelzen die beiden Welten aus Jodel und Gospel.
Gospelsängerin Samantha Johnson sagt bewegt: «Allein zu wissen, dass wir Kulturen, Sprachen und Talente miteinander verbunden haben, war einfach phänomenal.» Auch Alex ist überwältigt von dem Gospel-Jodel-Auftritt: «Es hat meine Erwartungen buchstäblich übertroffen.»
Schon vor der Reise waren die Monney-Schwestern der Meinung, dass Grenzen menschengemacht seien und oft Hindernisse darstellen. Vor Ort habe sich diese Überzeugung bestätigt: «Wenn man diese Grenzen wegfallen lässt, können echt schöne Sachen entstehen.»
Stubete Around The World Geschwister Monney in New York: Jodel trifft Gospel (Staffel 1, Folge 1)
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