«Wenn Cuche fährt, gebe ich auch mein Comeback!»

Ski-Legenden scherzen an Sporthilfe-Gala
«Wenn Cuche fährt, gebe ich auch mein Comeback!»
Glanz, Glamour und ein verrückter Rockstar. An der Sporthilfe-Gala lehnte Rea Garvey ein Gold-Geschenk ab und blätterte stattdessen 15'000 Franken hin. Dazu gabs einen 130-Kilo-Schwinger im Bob und einen unfassbaren Spendenrekord für den Sportnachwuchs.
Publiziert: vor 50 Minuten
- An der Sporthilfe-Gala feierten 900 Gäste den Nachwuchs
- Rea Garvey kaufte eine Goldmedaille für 15'000 Franken
- Die Spenden erreichten mit 1'164'050 Franken einen Rekord
Nach dem schweisstreibenden Super-10-Kampf im Zürcher Hallenstadion tauschte die Schweizer Prominenz den Trainingsanzug gegen Smoking und Abendkleid. An der glamourösen Sporthilfe-Gala feierten 900 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik den heimischen Sportnachwuchs. Und der Abend hatte einiges zu bieten.
Irre Comeback-Wette der Ski-Legenden
Das Weltcup-Opening in Sölden (Ö) ist gerade erst Geschichte, da sorgen zwei Schweizer Ski-Legenden am blauen Teppich schon für die nächste Schlagzeile. Im Interview mit Blick machen Didier Cuche (52) und Didier Défago (49) eine sensationelle Ansage für künftige Rennen auf dem Rettenbachgletscher. Cuche verspricht mit einem breiten Grinsen: Wenn es in Sölden in Zukunft einen Super-G gibt, gibt er sein Comeback. Eine Steilvorlage, die Défago sofort lachend verwertet: «Wenn Cuche fährt, gebe ich auch mein Comeback!»
Mit der roten Vespa ins Dolce Vita
Die Eröffnungsfeier knüpfte nahtlos an das «Viva Italia»-Motto des Vortags an. Tänzerinnen mit wehenden Schleifen und stilechte italienische Roller brachten sofort «Dolce Vita»-Stimmung in den Saal. Langlauf-Legende Dario Cologna (40) war vom südländischen Flair sofort angetan und verriet lachend seinen Favoriten: «Ich würde mir die Vespa in Rot holen.»
Schwergewicht Giger im Bob
Für ordentlich Lacher sorgte ein kurioser Anschiebe-Test mitten im Saal: Das Moderatoren-Duo Cloé (25) und Rainer (57) Salzgeber liess es sich nicht nehmen, den 130-Kilo-Schwinger Samuel Giger (28) kurzerhand in einen Bob zu verfrachten. Zusammen mit Sporthilfe-Geschäftsführer Steve Schennach stiessen sie den Hattrick-Gladiator an und stoppten gnadenlos die Zeit.
Selina Gasparins Tochter stiehlt die Show
Biathletin Selina Gasparin (42) durfte an diesem Abend besonders stolz sein. Ihre ältere Tochter Leila (11) stand bei der Zeremonie plötzlich auf der grossen Bühne und begeisterte das Publikum mit einer fantastischen Einlage in der rhythmischen Gymnastik. Die strahlende Mama klatschte im Publikum begeistert mit und scherzte über ihren familiären Support auf der Bühne: «Ich habe einfach eine andere Art von Nanny gefunden.»
Trampolin-Spass und ein stolpernder Präsident
Auf der Gala-Bühne war extra ein Turnboden aufgebaut. Klar, dass TV-Mann Rainer Salzgeber das direkt austesten musste. Als er wild auf dem Trampolin herumhüpfte, gab es eine trockene Warnung: «Aufpassen, Rainer, das ist nur für leichte Turner.» Während Turn-Star Noè Seifert (28) danach erklärte, wie man richtig und elegant über die Matte wirbelt, wollte es Sporthilfe-Geschäftsführer Schennach ebenfalls wissen: Er versuchte sich als Stabhochspringer, stolperte aber herrlich ungelenk über die Matte.
Huber schockt als Halloween-Clown
Snowboard-Haudegen Nicolas Huber (31) kann einfach nicht aus seiner Haut – auch nicht im feinen Zwirn. Nachdem der Vize-Weltmeister am Vorabend im Hallenstadion noch halbnackt in Unterhosen für Furore gesorgt hatte, sorgte er am blauen Teppich für den nächsten Schocker: Passend zum Datum tauchte der Spassvogel plötzlich mit einer gruseligen Halloween-Clown-Maske auf der Gala auf. Ein irrer Auftritt, der zwischen all den eleganten Abendkleidern und Smokings für ordentlich Gesprächsstoff und Lacher sorgte.
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Luxusuhr mit Glace-Geheimnis
Europameisterin Angelica Moser (29) funkelte mit einem echten Hingucker am Handgelenk: Sie trug die Norqain «Freedom 60 Chrono Enjoy Life Special Edition» aus dem Uhrenhaus von Eishockey-Legende Mark Streit. Das edle Schmuckstück hat ein geniales Detail eingebaut: In der Datumsanzeige taucht alle sieben Tage statt einer normalen Zahl plötzlich eine feine Glace auf. Doch die eiserne Disziplin der Stabhochspringerin bleibt auch mit diesem süssen Detail am Handgelenk unerbittlich. Ihr lachendes Fazit zur Belohnung auf dem Zifferblatt: «Zuerst wird sieben Tage lang hart trainiert, und erst dann nimmt man sich genüsslich ein Glace.»
Rea Garvey und der Respekt vor Giger
Der irische Rockstar Rea Garvey sorgte als musikalischer Stargast für beste Unterhaltung. Mit der Schweizer Paradedisziplin hat er sich offenbar schon auseinandergesetzt: «Ich dachte echt darüber nach, mit Schwingen zu beginnen. Aber als ich Samuel Giger gesehen habe, muss ich sagen: Ist wahrscheinlich nichts für mich.» Garvey, dessen Frau Josephine seit Schulzeiten mit der Frau von Schennach befreundet ist, doppelte mit einem Schmunzeln nach: «Ich würde von keinem Freund ein Auto kaufen – ausser von Steve.»
Der geniale 15'000-Franken-Korb
Den absoluten Höhepunkt lieferte Garvey, als ihm Cloé und Rainer Salzgeber als Dankeschön eine goldene Gala-Medaille schenken wollten. Der Rockstar lehnte das Gratis-Geschenk eiskalt ab und kaufte die Medaille stattdessen kurzerhand für 15'000 Franken für den guten Zweck. Rainer Salzgeber war fassungslos und scherzte: «Wir schenken dir dafür eine bronzene.» Garvey konterte trocken und erntete tosenden Applaus: «Wer will schon eine bronzene Medaille geschenkt? Wer einfach gratis Sachen annimmt, hat das Prinzip nicht begriffen. Ich spende das gerne.»
Absoluter Spendenrekord für den Nachwuchs
Die generöse Aktion des Sängers war sinnbildlich für die unglaubliche Spendierfreude der 900 Gäste. Sporthilfe-Co-Präsident Bernhard Heusler hatte zu Beginn eine inspirierende Rede gehalten und die Bedeutung der Förderung junger Talente hervorgehoben – mit gigantischem Erfolg. Durch den Verkauf der Gala-Medaillen (Gold für 15'000, Silber für 1500 und Bronze für 150 Franken) kamen unfassbare 1'164'050 Franken für den Schweizer Sportnachwuchs zusammen. Ein neuer Rekord – vor zwei Jahren lag die Summe noch bei 1'000'390 Franken.
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