«Für Influencer gibts ein Weihnachtsessen, für Mitarbeiter nicht»

- Die Swiss streicht wegen Sparmassnahmen die Weihnachtsfeier für ihre Belegschaft.
- Gleichzeitig lud sie externe Gäste wie Influencer und Werbepartner zu einem Anlass im Hangar ein.
- Mitarbeitende sind verärgert, die Swiss verweist auf völlig unterschiedliche Dimensionen und Kosten.
Die diesjährige Weihnachtsfeier für die Belegschaft der Swiss fällt aufgrund von Sparmassnahmen aus. Das verärgert die Mitarbeiter der Fluggesellschaft.
Nun hat Swiss ausgerechnet im Hangar, in dem früher auch die Weihnachtsfeier stattfand, einen Anlass für externe Gäste organisiert. Wie in einem Youtube-Video der Fluggesellschaft zu sehen ist, wurden unter anderem Influencer und Werbepartner eingeladen. Das sorgt bei den Mitarbeitenden für zusätzliche Empörung.
Es gab jeweils eine Sommer- und Weihnachtsfeier
«Wir verstehen nicht, weshalb man für so einen Anlass Geld ausgibt und dann die Weihnachtsfeier ausfallen lässt», so ein Swiss-Mitarbeiter zu 20 Minuten.
Bis anhin habe es jährlich ein Fest im Sommer sowie eines im Winter gegeben. Da der Betrieb währenddessen weiterlief, hätten nahezu alle Mitarbeitenden die Möglichkeit gehabt, an einer der beiden Feiern teilzunehmen. Dieses Jahr sei das nicht mehr möglich. «Für Influencer gibts ein Weihnachtsessen, für uns nicht. Wir toben», sagt der Mitarbeiter.
Die letzte Weihnachtsfeier habe ebenfalls im Hangar stattgefunden. «Es ist eine Farce, dass ausgerechnet dort nun eine Party für Auswärtige organisiert wird.»
Swiss: «Zwei völlig unterschiedliche Dimensionen»
Bei dem Event handelte es sich um einen kleinen, persönlichen Anlass mit rund zwei Dutzend externen Gästen, erläutert Michael Pelzer, Swiss-Mediensprecher. Serviert wurde das Menü, das aktuell auch an Bord angeboten wird.
Bei einer Feier für die gesamte Belegschaft handle es sich um eine Grossveranstaltung mit mehreren tausend Teilnehmenden. Das erfordere umfangreiche Verpflegung und aufwendige Logistik. «Wir reden also hier von zwei völlig unterschiedlichen Dimensionen. Solche Anlässe sind hinsichtlich Grösse, Aufwand und vor allem Kosten nicht miteinander vergleichbar.» Beide Veranstaltungen seien für das Unternehmen wichtig.
Mitarbeiter seien Herzstück der Swiss
«Statt mehrerer grosser Anlässe haben wir uns entschieden, eine gemeinsame Sommerfeier durchzuführen», erklärt Swiss-Mediensprecher Michael Pelzer. Er erläutert die Hintergründe dieser Entscheidung.
Das wirtschaftliche Umfeld verlange es, «aktuell mit unseren finanziellen Mitteln sorgsam umzugehen». Denn die Mitarbeitenden seien das Herzstück der Swiss. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien zudem die positiven Rückmeldungen auf die Sommerfeier im letzten Jahr gewesen.
«Wir können gut nachvollziehen, dass der Verzicht auf einen zusätzlichen grossen Winteranlass manchen Kolleginnen oder Kollegen schwerfällt», sagt Pelzer. Sie würden bei den Kostensparungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber auch die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeitenden berücksichtigen.
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Anika Yago (ayo), arbeitet seit 2023 bei 20 Minuten. Seit 2024 ist sie Redaktorin für das Ressort Zentralschweiz.
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