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Wednesday, September 30, 2026

Wer länger träumt, hat ein geringeres Risiko für 83 Krankheiten

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  • Wer unregelmässig schläft, hat laut einer Langzeitstudie ein erhöhtes Risiko für Angststörungen und schwere Depressionen.
  • Forschende aus China werteten Daten der UK Biobank aus und beobachteten die Teilnehmenden im Median 8,9 Jahre lang.
  • Auch sechs bis acht Stunden Schlafdauer sowie mehr Tiefschlaf waren mit einem geringeren Erkrankungsrisiko verbunden.

Wie viel Schlaf ist gesund? Sechs, sieben oder acht Stunden? Eine neue Langzeitstudie zeigt: Auf die Dauer allein soll es nicht ankommen. Auch die verschiedenen Schlafphasen, regelmässige Schlafzeiten und nächtliches Wachliegen könnten eine Rolle für die Gesundheit spielen. Ein Überblick:

Mehr Traumschlaf, geringeres Krankheitsrisiko

Besonders auffällig ist der sogenannte REM-Schlaf. Das ist die Schlafphase, in der wir besonders häufig und intensiv träumen. Mehr REM-Schlaf war in der Studie mit einem geringeren Risiko für 83 Erkrankungen verbunden. Dazu gehörten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Demenz und Alzheimer.

Die Forschenden verglichen dafür Menschen mit unterschiedlich viel REM-Schlaf. Rund 48 Minuten mehr REM-Schlaf waren statistisch mit einem 46 Prozent niedrigeren Demenzrisiko verbunden. Bei Alzheimer war es 31 Prozent niedriger, bei Herzinsuffizienz 26 Prozent.

Auch beim Tiefschlaf zeigte sich ein Zusammenhang: Mehr Tiefschlaf ging mit einem geringeren Risiko für sieben Erkrankungen einher. Dazu gehörten Typ-2-Diabetes, schwere Depressionen, Schlafapnoe und Parkinson.

So ist die Studie entstanden

Forschende aus China werteten Daten von 95'559 Teilnehmenden der UK Biobank aus. Diese trugen während sieben Tagen einen Bewegungssensor am Handgelenk. Mit einem Algorithmus wurden daraus unter anderem Schlafdauer, REM- und Tiefschlaf sowie nächtliche Wachphasen berechnet. Die Forschenden untersuchten anschliessend Zusammenhänge mit 1049 verschiedenen Krankheitsbildern. Die Teilnehmenden im Alter zwischen 40 und 69 Jahren wurden im Median 8,9 Jahre beobachtet.

Sechs bis acht Stunden fallen positiv auf

Auch die Schlafdauer spielte eine Rolle. Bei 86 Krankheitsbildern hing das Erkrankungsrisiko damit zusammen, wie lange die Menschen schliefen. Bei 69 davon war das berechnete Risiko bei sechs bis acht Stunden Schlaf am niedrigsten.

Besonders auffällig war hingegen sehr kurzer Schlaf. Menschen, die weniger als fünf Stunden schliefen, zeigten besonders viele ungünstige Zusammenhänge mit späteren Erkrankungen. Von insgesamt 41 solchen Zusammenhängen bei verschiedenen Schlafdauern entfielen 37 auf diese Gruppe.

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Unregelmässiger Schlaf fällt auf

Nicht nur die Schlafdauer könnte relevant sein. Die Forschenden untersuchten auch, wie stark sie von Nacht zu Nacht schwankte. Grössere Unterschiede waren mit einem höheren Risiko für Angststörungen, schwere Depressionen und Bauchschmerzen verbunden. Bei Menschen, deren Schlafdauer um weitere 93 Minuten schwankte, lag das statistische Risiko für schwere Depressionen 26 Prozent höher. Bei Angststörungen waren es 23 Prozent.

Auch häufigeres Wachliegen in der Nacht fiel auf. Mehr Wachzeit nach dem Einschlafen war mit einem erhöhten Risiko für sechs Krankheitsbilder verbunden.

Wichtig: Die Studie zeigt Zusammenhänge, aber keine Ursache und Wirkung. Sie beweist also weder, dass wenig oder unregelmässiger Schlaf krank macht, noch dass mehr REM- oder Tiefschlaf vor Krankheiten schützt.

Was ist dir für guten Schlaf am wichtigsten?

Lynn Sachs

Lynn Sachs (sac) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Sie ist stellvertretende Leiterin des Ressorts News.

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