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Monday, October 12, 2026

«Late Night Switzerland» – Murat Yakin: «Das Thema Hollywood ist für mich erledigt»

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Mit scharfem Satireblick beleuchtet Stefan Büsser bei «Late Night Switzerland» die Ereignisse der Woche. Sein letzter Gast war der Schweizer Fussball-Nationaltrainer Murat Yakin. Ob Rücktrittsgerüchte, nächtliche Eskapaden oder ein anzügliches Kompliment der «New York Times»: Ein Yakin lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Murat Yakin

Der frühere Profifussballer und Schweizer Nationalspieler übernahm sein erstes Traineramt 2006 bei seinem Jugendverein Concordia Basel. Ein Jahr später durfte sich Murat Yakin als Co-Trainer von Hanspeter Latour bei GC erstmals in der Super League versuchen. Es folgten weitere Stationen beim FC Thun, FC Luzern, FC Basel und Spartak Moskau, bis Yakin 2016 in die Schweiz zum FC Schaffhausen zurückkehrte. Bereits im Sommer 2017 folgte er dem Ruf der Zürcher Grasshoppers, wo er ein knappes Jahr blieb. Seine letzte Anstellung fand er beim FC Sion, wo er im Mai dieses Jahres freigestellt wurde.

SRF: Du wirst immer auf dein Äusseres reduziert, obwohl du auch gute innere Werte hast. Wenn es um Murat Yakin geht, scheinen die Journalistinnen und Journalisten jeglichen Sexismus-Kodex zu vergessen. Wie gehst du mit diesem Druck um, immer gut auszusehen?

Murat Yakin: Ich habe ein gutes Umfeld. Und es ehrt mich natürlich, aber ich bin froh, werde ich als Trainer bezeichnet. Ich bin Mensch, Trainer und gehe mit Freude durchs Leben.

Sogar eine total seriöse Zeitung wie die «New York Times» schreibt über dich: «Er sieht aus wie die Zigarette, die man nach dem Sex raucht.» Ist das ein Kompliment oder eine Beleidigung?

Ich nehme es so, wie es ist. Ich werde ab und zu nach dem Spiel auch damit konfrontiert, wenn ich gerade nicht weiss, was ich sagen soll. Darum bin ich gerade sprachlos. Ich nehme das Kompliment an.

Tatsächlich? Ich find's eine Beleidigung. Weil alles, was geil ist, passiert vor der Zigarette.

Vielleicht kennst du das ganze Vorspiel nicht.

Stefan Büsser: Du hast eine sensationelle WM hinter dir und vier Nations-League-Spiele am Stück gewonnen. Hast du dir schon mal überlegt, auf dem Höhepunkt zurückzutreten?

Noch lange nicht. Solange es mir Spass macht. Die Jungs machen das hervorragend. Wir haben einen super Staff. Das passt schon. Ans Aufhören denke ich noch lange nicht.

Die Spiele sind vor allem von vielen Nebengeräuschen begleitet. Die ganzen Zertifikatsdiskussionen. Ist das intern aufgearbeitet worden?

Es war ein unglücklicher Moment. Aber die Jungs sind parat. Wir brauchen die besten Spieler. Das ist eine private Angelegenheit. Und ich hoffe, dass das jetzt wirklich vom Tisch ist und sie beim nächsten Meeting mit dabei sind.

Du hast Spieler, die teilweise wie «unguided missiles» sind. Was machst du, wenn einer vor einem wichtigen Spiel am Abend aus dem Hotel schleicht und in den Ausgang geht?

Sie müssen einfach gucken, dass sie nicht erwischt werden (lacht).

Können sie für Tipps auch zu dir kommen? Ich habe gehört, dass du als Nati-Spieler früher genau so ein Spieler warst.

Das ist schon lange her, schon über 20 Jahre.

Und ist die Nati auch deine Zukunft? Ich kann mir vorstellen: Du bist jetzt nicht nur sexuell begehrt, sondern auch für Fussballclubs und andere Nationen natürlich interessant. Da kamen sicher andere Angebote …?

Ja, das Thema Hollywood ist für mich erledigt. Ich bin gerne Trainer der Nationalmannschaft, solange es möglich ist. Es macht extrem Spass, und ich bin auch stolz.

Late Night Switzerland «Late Night Switzerland» mit Murat Yakin

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