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Thursday, October 8, 2026

Schweizer Ski-Ass kämpft nach schwerem Sturz um Weltcup-Platz

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«Ich bin kein Europacup-Fahrer»

Schweizer Ski-Ass kämpft nach schwerem Sturz um Weltcup-Platz

Arnaud Boisset weiss, wie sich ein Weltcup-Podest anfühlt. Doch das ist im Schweizer Speedteam noch lange kein Freifahrtschein.

Publiziert: 00:07 Uhr

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Joël HahnRedaktor Sport

Arnaud Boisset (28) stand im März 2024 im Weltcup auf dem Podest – und doch hat der Walliser seine Starts auf allerhöchster Stufe nicht auf sicher. In rund zwei Wochen entscheidet sich in Zermatt, ob Boisset Weltcup oder Europacup fährt.

«Es ist nicht mehr so bequem», sagt Boisset im Gespräch mit Blick am Medientag seines Ausrüsters Salomon in Zürich. Im Dezember 2024 folgte der Rückschlag: In der Abfahrt von Beaver Creek stürzte er schwer, erlitt eine Gehirnerschütterung und Prellungen im Gesicht und an der Schulter. Im Februar 2025 beendete er die Saison vorzeitig.

In der Schweiz wird um jeden Platz gekämpft

Während sich Boisset zurückkämpfte, rückten andere Schweizer Speedfahrer nach. «Ich konnte nicht nach zwölf Monaten zurückkommen und wieder auf meinem alten Niveau sein. Dafür braucht es Zeit. Aber ich hatte diese Zeit nicht, weil ich immer Druck von den anderen hatte.»

Selbst als er im Training wieder schnell war, bekam Boisset kaum Rennchancen. In Courchevel im März 2026 erhielt er schliesslich einen Startplatz und fuhr auf Rang 13. Es war der Beweis, dass sein Niveau wieder da ist.

In rund zwei Wochen wird es in Zermatt ernst: In einem internen Selektionsrennen entscheidet sich, welche Schweizer Speedfahrer aus dem Europacup ins Weltcup-Team nachrücken. Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney sind gesetzt, auch Stefan Rogentin und Justin Murisier sind sicher dabei. Wer letztlich beim ersten Weltcuprennen in Beaver Creek startet, wird dort in einem Trainingsrennen kurz vor dem Saisonauftakt entschieden.

«Ich will meinen Platz im Weltcup zurückholen. Das ist mein Hauptziel.» Die grosse Schweizer Konkurrenz empfindet Boisset als bitter. «In Österreich oder Frankreich wäre ich wahrscheinlich fix dabei.» Auch an der Heim-WM in Crans-Montana wird es eng: In der Abfahrt dürfen nur vier Schweizer starten. Auf einen Misserfolg seiner Teamkollegen hofft er trotzdem nicht. «Ich will nicht den Platz eines anderen nehmen. Ich will meinen eigenen Platz zurück.»

Europacup ist keine Dauerlösung

Sollte es mit dem Weltcup nicht klappen, müsste Boisset zunächst im Europacup fahren. Dort kämpfen die Fahrer um Punkte und den Aufstieg in den Weltcup. Für Boisset ist das aber keine attraktive Dauerlösung. «Ich bin kein Europacup-Fahrer», sagt er. Die Rennen seien weniger prestigeträchtig, die mediale Aufmerksamkeit und damit auch die Möglichkeiten für Sponsoren kleiner. «Ich möchte nicht die ganze Saison im Europacup fahren.»

Ans Aufhören denkt Boisset noch nicht. Seine Grenze kennt er aber: «Wenn ich am Ende der Saison alles gemacht habe, fit war und trotzdem keine Resultate mehr kommen, dann muss ich akzeptieren, dass es vielleicht vorbei ist.» Vorerst zählt deshalb nur Zermatt. Dort geht es für Boisset um nicht weniger als seine Rückkehr auf die grosse Weltcup-Bühne.

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