Er missbrauchte auch Schweizer Buben: Jacques Leveugle ist tot

Darum gehts
- Der französische Serientäter Jacques Leveugle ist am Samstag im Alter von 79 Jahren in Untersuchungshaft gestorben.
- Er soll über Jahrzehnte hinweg 89 Minderjährige in mehreren Ländern sexuell missbraucht haben – auch in der Schweiz.
- Leveugle soll zudem gestanden haben, seine Mutter und eine Tante getötet zu haben.
Der Franzose Jacques Leveugle ist am Samstag im Alter von 79 Jahren in Untersuchungshaft gestorben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Grenoble gegenüber dem französischen Sender BFMTV. Leveugle soll über Jahrzehnte hinweg 89 Minderjährige sexuell missbraucht haben – darunter auch Jugendliche in der Schweiz.
Die mutmasslichen Taten reichen laut Ermittlern von 1967 bis 2022. Leveugle soll in verschiedenen Ländern gelebt und unter anderem als Lehrer und Nachhilfelehrer gearbeitet haben. Die Jugendlichen waren den Ermittlungen zufolge zwischen 13 und 17 Jahre alt.
Neben Frankreich und der Schweiz soll Leveugle auch in Deutschland, auf den Philippinen, in Indien, Marokko, Kolumbien und im französischen Überseegebiet Neukaledonien Jugendliche missbraucht haben.
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Neffe brachte Ermittlungen ins Rollen
Jahrzehntelang blieb Leveugle von den Behörden unbehelligt. Erst ein Neffe stiess auf umfangreiche Aufzeichnungen seines Onkels und übergab sie den Ermittlern.
Darin habe Leveugle unter anderem sexuelle Handlungen mit Buben im Alter zwischen 13 und 17 Jahren beschrieben. Die Ermittler fanden die Aufzeichnungen auch auf einem USB-Stick. Leveugle habe die Taten bei Befragungen eingeräumt. Seit 2024 sass er in Untersuchungshaft. Gegen ihn liefen Ermittlungen wegen schwerer Vergewaltigung und sexueller Übergriffe.
Auch zwei Tötungen gestanden
Bei den Ermittlungen kam noch ein weiterer schwerer Verdacht ans Licht. Leveugle soll gestanden haben, seine Mutter und eine Tante getötet zu haben.
Seine an Krebs erkrankte Mutter habe er in den 1970er-Jahren mit einem Kissen erstickt. In den 1990er-Jahren soll er auf dieselbe Weise seine 92-jährige Tante getötet haben. Als Begründung habe er angegeben, beide Frauen hätten sich am Ende ihres Lebens befunden.
Die französischen Behörden hatten erst im Februar 2026 öffentlich nach möglichen weiteren Opfern gesucht. Nun ist Leveugle gestorben, bevor die gegen ihn laufenden Verfahren abgeschlossen werden konnten.
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Hier findest du Hilfe:
Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter
Clickandstop.ch, Online-Meldestelle der Stiftung Kinderschutz Schweiz
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio, Beforemore und bei den UPK Basel.
Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.
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