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Saturday, September 26, 2026

Internationale Glücksstudie: Was glückliche Gesellschaften ausmacht: 5 Faktoren aus 66 Ländern

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Internationale Glücksstudie

Was glückliche Gesellschaften ausmacht: 5 Faktoren aus 66 Ländern

Fast 100'000 Menschen aus 66 Ländern wurden dazu untersucht. Das Ergebnis zeigt: Glück hängt nicht nur davon ab, wie wir unser eigenes Leben gestalten. Auch die Gesellschaft, in der wir leben, spielt eine wichtige Rolle.

Publiziert: vor 16 Minuten

Aktualisiert: 25.09.2026 um 17:29 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Internationale Studie: 97'220 Menschen aus 66 Ländern zu Glücksfaktoren untersucht
  • Gemeinschaftlicher Ansatz fördert gesellschaftliches Wohlbefinden stärker als individuelles Handeln
  • 56 Faktoren mit Glück verknüpft, fünf Schlüsselbereiche identifiziert, darunter soziale Beziehungen
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Gunda BosselSEO-Redaktorin

Meditieren, dankbar sein, Sport treiben, mehr Zeit für sich nehmen: Wenn es um Glück geht, dreht sich vieles um die eigene Person. Doch was, wenn die Umgebung mindestens ebenso wichtig ist?

Genau dieser Frage sind Forschende in einer internationalen Studie nachgegangen. Sie analysierten Angaben von 97'220 Menschen aus 66 Ländern und untersuchten mehr als 200 psychologische und soziale Faktoren. 56 davon zeigten einen statistisch bedeutsamen Zusammenhang mit Glück und Lebenszufriedenheit. Daraus leiteten die Forschenden fünf übergeordnete Bereiche ab.

Diese fünf Faktoren hängen mit Glück zusammen

Die Studie, die im «Journal of Positive Psychology» veröffentlicht wurde, unterscheidet fünf grosse Bereiche, die mit dem Wohlbefinden ganzer Gesellschaften verbunden sind:

1

Freiheit und persönliche Entfaltung

Menschen profitieren davon, wenn sie ihre eigenen Ziele verfolgen und ihr Leben innerhalb gesellschaftlicher Rahmenbedingungen selbst gestalten können. Dazu gehören unter anderem persönliche Autonomie und die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.

2

Bildung, Aufklärung und offene Institutionen

Auch Werte und Institutionen, die individuelle Freiheit, Bildung und wissenschaftliches Denken fördern, spielen laut der Untersuchung eine Rolle. Dazu zählen beispielsweise Bildungseinrichtungen und gesellschaftliche Strukturen, die unterschiedliche Meinungen und Lebensentwürfe zulassen.

3

Grundbedürfnisse müssen erfüllt sein

Glück beginnt nicht erst bei der persönlichen Einstellung. Wer ausreichend Zugang zu grundlegenden Dingen wie Nahrung, Wohnen und Gesundheitsversorgung hat, verfügt über eine wichtige Voraussetzung für Wohlbefinden.

4

Vertrauen in funktionierende Institutionen

Eine Gesellschaft braucht zudem funktionierende Regierungs- und Sicherheitsinstitutionen. Das Vertrauen darin, dass diese Strukturen verlässlich arbeiten, steht ebenfalls mit dem Wohlbefinden in Zusammenhang.

5

Enge soziale Beziehungen

Familie, Freunde und andere enge soziale Kontakte sind ein weiterer wichtiger Faktor. Menschen brauchen Beziehungen, in denen sie Unterstützung und Zugehörigkeit erleben.

Die fünf Bereiche wirken dabei nicht unabhängig voneinander. Die Studie beschreibt sie als verschiedene Bausteine, die gemeinsam mit dem Wohlbefinden von Gesellschaften verbunden sind.

Glück ist offenbar mehr als persönliche Selbstoptimierung

Besonders interessant ist der zweite Teil der Untersuchung. Die Forschenden verglichen zwei unterschiedliche Wege zu gesellschaftlichem Glück.

Beim einen steht die einzelne Person im Zentrum: Jeder soll sich möglichst gut um sein eigenes Wohlbefinden kümmern. Die Idee dahinter: Wenn viele Menschen glücklich sind, wird auch die Gesellschaft glücklicher.

Der zweite Ansatz setzt stärker auf die Gemeinschaft. Eine Gesellschaft schafft Bedingungen, unter denen Menschen einander unterstützen und das Wohlbefinden ihrer Mitmenschen fördern können.

Nach der Analyse der Forschenden war dieser gemeinschaftliche Weg stärker mit dem Glück einer Gesellschaft verbunden als der rein individualistische Ansatz. Das bedeutet nicht, dass persönliche Freiheit oder die eigene Lebensgestaltung unwichtig wären. Vielmehr deutet die Studie darauf hin, dass individuelles Wohlbefinden allein nicht ausreicht, um das Glück einer ganzen Gesellschaft zu erklären.

Ein interessantes Beispiel ist die Toleranz

Besonders spannend ist, dass manche Faktoren auf individueller und gesellschaftlicher Ebene unterschiedlich wirken können.

Die Forschenden untersuchten beispielsweise auch Eigenschaften und Einstellungen, die mit Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Menschen zusammenhängen. Solche Faktoren müssen die Person, die sie selbst lebt, nicht automatisch glücklicher machen. Wenn sie jedoch in einer Gesellschaft weit verbreitet sind, können sie mit einem höheren gesellschaftlichen Wohlbefinden verbunden sein.

Das zeigt eine wichtige Unterscheidung: Was einen einzelnen Menschen glücklich macht, muss nicht zwingend dasselbe sein wie das, was eine ganze Gesellschaft glücklicher macht.

Auch Zusammenhalt kann eine Kehrseite haben

Bei sozialen Beziehungen zeigt die Untersuchung ebenfalls eine interessante Spannung. Enge Bindungen an Familie, Freunde oder das eigene Umfeld können für den Einzelnen wichtig sein. Gleichzeitig kann eine sehr starke Orientierung an der eigenen Gruppe auf gesellschaftlicher Ebene problematisch sein, wenn sie mit weniger Offenheit gegenüber Menschen ausserhalb dieser Gruppe einhergeht.

Es geht also nicht einfach darum, möglichst viele soziale Kontakte zu haben. Entscheidend ist auch, wie eine Gesellschaft mit Menschen umgeht, die nicht zur eigenen Gruppe gehören.

Was die Studie nicht beweist

Die Ergebnisse sind umfangreich, sollten aber nicht als Glücksformel verstanden werden. Die Forschenden untersuchten Zusammenhänge zwischen verschiedenen Faktoren und dem Wohlbefinden. Daraus lässt sich nicht eindeutig ableiten, dass ein bestimmter Faktor Glück verursacht.

Zudem stammen die verwendeten Daten aus internationalen Befragungen und bilden unterschiedliche Länder und Kulturräume ab. Die Studie zeigt deshalb vor allem Muster auf gesellschaftlicher Ebene und keine individuelle Anleitung zum persönlichen Glück.

Trotzdem liefert die Untersuchung einen interessanten Perspektivwechsel: Wer glücklicher leben möchte, muss nicht nur auf sich selbst schauen. Auch die Menschen um uns herum und die Bedingungen, unter denen wir miteinander leben, können für das Wohlbefinden einer Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen.

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