Drittes Quartal für Novartis: Reingewinn sinkt um 71 Prozent

- Novartis steigert im dritten Quartal den Umsatz um 4 Prozent auf 14,5 Milliarden US-Dollar.
- Der Reingewinn sinkt jedoch auf 1,2 Milliarden US-Dollar, was einem Minus von 71 Prozent entspricht.
- Grund ist vor allem die teilweise Wertminderung von 1,9 Milliarden US-Dollar beim Produktkandidaten Del-Desiran.
Der Pharmakonzern Novartis hat im dritten Quartal seinen Umsatz gesteigert. Der Reingewinn verminderte sich jedoch markant um 71 Prozent. Zurückzuführen sei dies auf die Wertminderung bei dem Produktkandidaten Del-Desiran, wie Novartis in einer Mitteilung erklärt.
Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 9 Prozent auf 2,46 US-Dollar an. Der Nettoumsatz und das operative Kernergebnis der ersten drei Quartale dieses Jahres stehen kaum verändert zum Vorjahresniveau.
1,2 Milliarden Gewinn
Der Nettoumsatz belief sich auf USD 14,5 Milliarden (+4 Prozent, +4 Prozent zu konstanten Wechselkursen (kWk)), wobei Volumensteigerungen 14 Prozentpunkte beisteuerten, jedoch durch den Effekt der Generikakonkurrenz von 9 Prozentpunkten teilweise absorbiert wurden. Die Preisentwicklung wirkte sich mit 1 Prozentpunkt negativ aus, während die Wechselkurse keinen Effekt hatten.
Das operative Ergebnis belief sich auf USD 1,8 Milliarden (–59 Prozent, –61 Prozent kWk). Zurückzuführen war dieser Rückgang vor allem auf höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung, einschliesslich einer teilweisen Wertminderung von USD 1,9 Milliarden des Forschungs- und Entwicklungsprojekts für Del-Desiran, sowie auf höhere andere Aufwendungen, was durch einen höheren Nettoumsatz teilweise kompensiert wurde.
Der Reingewinn betrug USD 1,2 Milliarden (–70 Prozent, –71 Prozent kWk). Dieser Rückgang war vor allem durch das geringere operative Ergebnis und den höheren Zinsaufwand bedingt. Der Gewinn pro Aktie lag bei USD 0,63
(–69 Prozent, –70 Prozent kWk).
«Anhebung unserer Jahresprognose ermöglicht»
CEO Vas Narasimhan kommentiert die Ergebnisse: «Novartis erzielte im dritten Quartal ein solides Umsatzwachstum, wobei prioritäre Marken und Neueinführungen die Einbussen durch Generika mehr als wettmachten und die Erneuerungskraft des Geschäfts demonstrierten. In Kombination mit Massnahmen zur Produktivitätssteigerung führte dies zu einer starken Ergebnisentwicklung und ermöglichte uns eine Anhebung unserer Jahresprognose.»
«Obwohl die Ergebnisse zu Del-Desiran bei myotoner Dystrophie Typ 1 (DM1) nicht wie erhofft ausfielen, deuten die Daten auf eine klinische Wirksamkeit hin. Wir untersuchen nun die weitere Entwicklung dieses Medikaments. Dank der anhaltenden Dynamik des Geschäfts und der Pipeline sind wir nach wie vor auf dem besten Weg, unsere mittel- bis langfristige Prognose zu erfüllen», so Narasimhan.
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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