«Ja, geht’s noch?!»: Diese 7 Dinge nerven Wiesn-Kellnerinnen

Volle Krüge, enge Gänge und Tausende Gäste: Für Wiesn-Bedienungen zählt im Festzelt jede Sekunde. Was Besucherinnen und Besucher für eine Kleinigkeit oder sogar eine Hilfe halten, kann den Job deutlich mühsamer machen.
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Sich bei der Bedienung über die Preise beschweren
Das Gemecker über teurer werdendes Bier landet laut einer Bedienung, die gegenüber dem Onlinemagazin «Chip» anonym aus ihrem Berufsalltag berichtet, regelmässig bei der falschen Person. Schliesslich lege nicht sie die Preise fest. Besonders nervig sei es, wenn Gäste erst lange über die Kosten klagten und ihren Frust dann beim Servicepersonal abliessen.
Sich eine Mass teilen
«Die absolute Krönung? Vier erwachsene Personen mit den neuesten iPhones auf dem Tisch blockieren einen halben Tisch, bestellen nur eine einzige Mass und reichen den Krug gönnerhaft wie eine Friedenspfeife herum. «Ja, geht’s noch?!», erzählt die anonyme Bedienung weiter. Eine Ausnahme seien ältere Menschen oder vereinzelt auch Paare, die es sich «wegen der Frische» teilen. «Aber jeder Platz im Zelt muss letztendlich Umsatz bringen, sonst verdiene ich nichts.»
Ständig nach dem Essen fragen
Ist das Zelt voll, kann das Hendl auch mal länger brauchen. Wer deshalb alle paar Minuten an der Schürze zupft und nachfragt, wann das Essen endlich kommt, macht es laut der Bedienung, die bei «Chip» ihr Herz ausschüttet, nicht schneller. Im Gegenteil: Bei solchen Gästen verliere sie schnell die Geduld.
Beim Trinkgeld geizig werden
Die anonyme Bedienung ärgert sich auch besonders über Gäste, die wegen der hohen Preise kein Trinkgeld geben. Ein grosser Teil ihres Verdienstes hänge davon ab. «Das Trinkgeld ist unser eigentlicher, fairer Lohn für diese Knochenarbeit», sagt sie. Einen Teil davon gebe sie zudem an Küche, Schank und andere Helferinnen und Helfer weiter.
Am Dirndl ziehen
Noch deutlicher wird Bedienung Celina, die 2025 mit «Watson.de» über ihren Job sprach. «Was gar nicht geht, ist, mich von hinten am Dirndl oder an meinem Gürtel zu ziehen», sagt sie. Besonders gefährlich werde das, wenn sie gerade mehrere Gläser trage.
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Müll in den Masskrug stopfen
Eigentlich nett gemeint, für Bedienung Nadja Blochberger aber ein absolutes No-go: Gäste, die beim Aufräumen Servietten und anderen Abfall in leere Bierkrüge stopfen. «Wenn Leute ihren ganzen Müll in den Masskrug packen», nennt die 31-Jährige auf Instagram als eines ihrer grössten Ärgernisse. Den Inhalt müsse sie anschliessend von Hand wieder herausfischen, bevor die Krüge gespült werden können.
Betrunken in volle Tabletts laufen
Zwischen Küche und Tisch balancieren Bedienungen Essen und Getränke durch dichtes Gedränge. Celina erzählt «Watson.de», wie teuer ein Zusammenstoss werden kann: Fällt ihr etwa ein Tablett mit mehreren Gerichten herunter, kann sie auf den Kosten sitzen bleiben. Besonders ärgere sie deshalb, wenn betrunkene Gäste in sie hineinlaufen und den Schaden danach nicht bezahlen wollen.
Egal ob als Gast oder als Bedienung: Was nervt dich im Bierzelt besonders?
Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.
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