Aromat-Chips sind zurück: «Dieses Mal soll niemand leer ausgehen»

Darum gehts
- Diesmal sollen alle Aromat-Chips probieren können: Zweifel hat ein Vielfaches der letzten Menge produziert.
- Die Limited Edition war letztes Jahr nach weniger als einem Monat ausverkauft, geplant waren vier Monate.
- Ab dem 2. November sind die Chips wieder erhältlich, bei Bedarf kann das Unternehmen nachproduzieren.
- Eine permanente Aufnahme ins Sortiment ist möglich, aber noch offen.
«Manche behaupteten, es habe die Aromat-Chips gar nie wirklich gegeben», sagt CEO Christoph Zweifel, als 20 Minuten ihn am Zweifel-Hauptsitz in Spreitenbach trifft. Vor einem Jahr löste die Limited Edition einen regelrechten Hype aus. Denn für viele war die Kombination aus Zweifel-Chips und der ikonischen Schweizer Streuwürze der perfekte Snack.
Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer: Die Aromat-Chips verschwanden scheinbar so schnell aus den Regalen, wie sie gekommen waren. «Die Menge, die wir produziert hatten, hätte für vier Monate reichen sollen», erzählt Zweifel. Stattdessen sei das Produkt nach weniger als einem Monat ausverkauft gewesen. Nachproduzieren konnte Zweifel damals nicht mehr.
«So einen Ansturm kann man sich nur erträumen, aber nie planen», sagt Zweifel. Dass Menschen teilweise fast 100 Meter Schlange standen, um eine Packung zu ergattern, damit habe niemand gerechnet. Es zeige, wie sehr sich die Community über die Chips gefreut habe. «Das ist die höchste Wertschätzung der Konsumentinnen und Konsumenten.»
«Wir haben genügend Aromat im Haus»
Jetzt sind die Aromat-Chips zurück – ab dem 2. November sind sie wieder erhältlich. Zweifel gibt Entwarnung: «Dieses Mal haben wir ein Vielfaches der Menge produziert.» Zudem könne das Unternehmen bei der Neuauflage nachproduzieren: «Wir haben genügend Aromat im Haus, um entsprechend zu reagieren.» Das Ziel sei klar: «Diesmal soll jeder die Chance bekommen, die Chips zu probieren.»
Um das zu garantieren, wird ein Stockwerk weiter unten fleissig geschält, geschnitten und frittiert. In der Produktionshalle ist es laut, der Boden leicht fettig – wie die Chips, die gerade aus der Fritteuse befördert werden. «So frisch bekommt man sie sonst nirgends», meint Zweifel, während er mit einer kleinen Handschaufel goldgelbe Kartoffelscheiben vom Fliessband fischt. Gewürzt sind sie hier noch nicht.
Das geschieht ein paar Schritte weiter. Durch ein kleines Rohr rieselt Aromatpulver, das feinkörniger ist als das Original, ohne Unterbruch auf die Chips. Danach werden sie in einer grossen Trommel einmal gut durchgeschüttelt, bevor es bereits ab in die Verpackung geht. Rund 40 Minuten dauert der Weg von der rohen Kartoffel zum fertigen Produkt.
Aromat-Chips bald permanent im Sortiment?
An der Rezeptur selbst wurde für die Neuauflage nichts verändert. «Wir wollten liefern, was wir versprochen haben: den typischen Aromat-Geschmack», sagt Zweifel. Die Rückkehr sei vor allem der Community zu verdanken, das Comeback auch als Zeichen der Wertschätzung zu verstehen. «Wir hören auf unsere Konsumentinnen und Konsumenten und nehmen sie ernst.»
Die Begeisterung hat bei vielen Fans bereits neue Ideen geweckt. In sozialen Medien kursierten Vorschläge für weitere Limited Editions, etwa mit Maggi-, Kebab- oder Raclette-Geschmack. Einige schickten Zweifel sogar KI-generierte Entwürfe für passende Verpackungen. Das freue das Unternehmen sehr, sagt Zweifel. Und er verrät: «Intern haben wir auch bereits erste Ideen getestet. Mehr kann ich noch nicht sagen.»
Was Leserinnen und Leser aber wohl am meisten umtreibt: Kommen die Aromat-Chips bald fest ins Sortiment? Noch lässt Zweifel das offen. Neuheiten würden jeweils unter anderem danach ausgewertet, wie oft sie gekauft werden und ob Kundinnen und Kunden erneut zugreifen. «Wir werden beobachten, evaluieren und dann die weiteren Schritte prüfen», so Zweifel.
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Shirin Camenisch (sca) arbeitet seit 2025 als Praktikantin im Ressort News
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