Deutscher Ex-Spitzenbanker stirbt bei Töff-Unfall in Österreich

- Der Ex-Banker Gerhard Gribkowsky (68) ist tot. Der Hamburger starb bei einem Töff-Unfall in Österreich.
- Sein Töff kam bei Schwarzau im Gebirge aus ungeklärten Gründen von der Strasse ab, berichtet die «Bild».
- Gribkowsky wurde 2012 im Zusammenhang mit dem Verkauf der Formel-1-Anteile zu 8,5 Jahren Haft verurteilt.
Gerhard Gribkowsky, früherer Vorstand der Bayerischen Landesbank, ist tot. Der 68-Jährige verunglückte am Sonntagnachmittag vor zwei Wochen auf der Bundesstrasse bei Schwarzau im Gebirge (Österreich) tödlich mit seinem Töff. Laut einem «Bild»-Bericht kam sein Fahrzeug aus bisher nicht geklärten Gründen von der Strasse ab. Der gebürtige Hamburger war sofort tot.
Für Aufsehen sorgte Gribkowsky mit zwielichtigen Geschäften, für die er 2012 vom Landgericht München verurteilt wurde. Die Vorwürfe lauteten auf Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung. Er hatte zugegeben, für den Verkauf der Formel-1-Anteile knapp 44 Millionen US-Dollar vom damaligen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erhalten und nicht versteuert zu haben.
Haftstrafe und Weg zurück ins Leben
Die Bayerische Landesbank erhielt 2002 Anteile an der Formel 1. Später wurden sie an den Finanzinvestor CVC verkauft. Gribkowsky erhielt dafür 44 Millionen US-Dollar vom damaligen F1-Boss Bernie Ecclestone. Er versteuerte den Erlös nicht, und der Betrag wurde zusätzlich als Bestechungsgeld eingeordnet. Zu 8,5 Jahren Haft wurde Gribkowsky dafür verurteilt. 2016 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen. Danach arbeitete er für den Baukonzern Strabag.
Sein früherer Anwalt sagt zu «Bild»: «Er hatte nach seiner Verurteilung und verbüssten Haftstrafe wieder ins bürgerliche Leben zurückgefunden. Dass es jetzt zu diesem tragischen Unfall kam, ist für ihn und seine Familie sehr traurig.»
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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