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Monday, October 12, 2026

Nach Datenklau bei Ricardo: Kunden erhalten Betrugs-Nachrichten

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  • Bei einem Datenleck auf der Verkaufsplattform Ricardo wurden Daten von rund 890'000 Nutzerkonten gestohlen.
  • Unbekannte Täter versenden nun über Whatsapp Phishing-Nachrichten mit korrekter Anrede und Wohnadresse der Betroffenen.
  • Der beigefügte Link führt auf eine gefälschte Seite – wer dort Daten eingibt, verschafft den Betrügern Zugang zum Konto.

Die Verkaufsplattform Ricardo hat letzten Mittwoch verdächtige Aktivitäten auf ihren Servern festgestellt. Eine anschliessende Untersuchung ergab: Es wurden personenbezogene Daten von rund 890'000 Nutzerkonten gestohlen.

Von dieser Beute wird nun offenbar bereits Gebrauch gemacht. Wie die «Aargauer Zeitung» berichtet, erhalten einige Ricardo-Nutzer derzeit verdächtige Nachrichten auf Whatsapp. Ricardo warnt seine Kunden.

Anrede, Adresse korrekt – nur der Link ist falsch

Die Whatsapp-Nachricht beginnt mit persönlicher Anrede, so die «Aargauer Zeitung». Auch die korrekte Wohnadresse ist beigefügt. Absender ist eine Schweizer Telefonnummer. Perfiderweise warnt die Nachricht vor einer «auffälligen Transaktion» auf Ricardo. Ein Link wird angeboten, über den die Kontoinformationen bestätigt werden sollen. Er führt zu einer Internetadresse, die den Namen des Online-Marktplatzes enthält.

Gibt man die Kontoinformationen dort «zur Bestätigung» ein, erhalten die Betrüger Zugriff auf die Daten. Beim Datendiebstahl von letzter Woche betonte Ricardo, dass keine Passwörter oder andere persönliche Daten betroffen seien. Mit dem Whatsapp-Betrug könnten sich die Täter nun auch Zugang zu diesen Daten verschaffen.

Ob die Phishing-Nachrichten auf Whatsapp tatsächlich mit dem Datendiebstahl von letzter Woche zusammenhängen, ist nicht völlig klar. Der Zeitpunkt und der Fakt, dass korrekte Daten der Kunden dafür benutzt werden, legen die Vermutung jedoch nahe. Ricardo warnt, dass die gestohlenen Daten «für gezielte Betrugsversuche» genutzt werden könnten, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. Das Unternehmen weist darauf hin, dass es nicht über SMS oder Whatsapp kommuniziere.

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Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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