Katastrophale Monsunfluten: Über 100 Tote nach Überschwemmungen in Indien und Nepal
Katastrophale Monsunfluten
Über 100 Tote nach Überschwemmungen in Indien und Nepal
Heftige Monsunregenfälle haben in Indien und Nepal Erdrutsche und Fluten ausgelöst. Über 100 Tote, zerstörte Ernten und Strassen – die Folgen der Naturkatastrophe sind verheerend.
Publiziert: vor 7 Minuten
Darum gehts
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- Heftige Monsunregenfälle fordern über 100 Tote in Indien und Nepal
- Uttar Pradesh meldet 66,5 mm Regen, achtfach über Durchschnitt
- Ende August: 1400 Tote, 5000 Vermisste nach Himalaya-Sturzflut
Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk
Im Norden Indiens und in Nepal haben heftige Monsunregenfälle innerhalb weniger Tage eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 100 Menschen sind durch die in Folge ausgelösten Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist der nordindische Bundesstaat Uttar Pradesh, wo nach Angaben der Behörden mindestens 81 Todesopfer zu beklagen sind. In Nepal starben landesweit 27 Menschen, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde NDRRMA mitteilte.
Im Bundesstaat Uttar Pradesh wurden zwischen Freitag und Sonntagmorgen 66,5 Milimeter Regen gemessen – mehr als das Achtfachte des Normalwerts von 7,6 Milimetern für diesen Zeitraum, sagte Hrishikesh Bhaskar Yashod, der Katastrophenschutzbeauftragte des Bundesstaates, am Sonntag gegenüber «Reuters». Die Folgen der Monsunfluten sind verheerend: Häuser und Brücken sind eingestürzt, Strassen unpassierbar, und ganze Dörfer wurden von der Aussenwelt abgeschnitten. Auch die landwirtschaftlichen Flächen, eine Lebensgrundlage für viele Familien, wurden schwer beschädigt.
Vier Tote und zwölf Vermisste nach Lawinenabgang
Am Sonntag kam es am Berg Himlung Himal in Nepal zudem zu einem Lawinenabgang. 16 Menschen wurden dabei verschüttet. Vier Personen wurden tot geborgen, berichtet die «Kathmandu Post». Zwölf weitere werden noch vermisst. Die Behörden betrachten den Lawinenabgang im Zusammenhang mit den Monsunfluten.
Ein Sprecher des indischen Wetterdienstes erklärte, dass ein Monsuntief aus dem Golf von Bengalen für die Regenfälle verantwortlich ist. Dieses zog zunächst über Zentralindien und beeinflusste schliesslich auch die Wetterlage in Nepal, wo die Monsunsaison eigentlich fast vorüber ist.
Erst im August kam es schon zur Katastrophe in Nepal
In den nepalesischen Distrikten Manang, Mustang, Myagdi und Baglung ist nach Angaben des Energieministeriums die Stromversorgung vollständig unterbrochen. In Teilen Nepals wurde auch die Telekommunikation beeinträchtigt, nachdem Glasfaserkabel und Stromversorgungen beschädigt wurden, teilte Kommunikationsminister Bikram Timilsinha mit. Mehrere grosse Flüsse, darunter Ganga, Gandak, Kosi, Bagmati und Narmada, führen Hochwasser oberhalb der Gefahrenschwelle.
Die Katastrophe trifft die Region mitten in der Herbstsaison – der Hauptzeit für Bergsteiger. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten ist Nepal besonders anfällig für Naturkatastrophen wie Erdrutsche und Überschwemmungen. Bereits Ende August führte eine massive Sturzflut im Himalaya, ausgelöst durch abstürzende Gletschermassen, zu einer Tragödie: Über 1400 Menschen starben, mehr als 5000 werden noch vermisst.
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