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Thursday, September 17, 2026

Hagelsturm richtete fast eine Milliarde Franken Schaden an

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  • Knapp eine Milliarde Franken Schaden – das ist doppelt so viel wie beim letzten grossen Hagelereignis im Tessin im August 2023.
  • Ausgelöst wurde dies durch einen schweren Hagel- und Sturm vom 28. August 2026, der das Mittelland traf.
  • Besonders betroffen sind die Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und Thurgau, wo Hagelkörner bis fünf Zentimeter Durchmesser niedergingen.

Am Vormittag des 28. August 2026 zog eine besonders kräftige Gewitterzelle vom Jurabogen über das Mittelland bis in die Ostschweiz. Betroffen waren insbesondere die Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und Thurgau. Lokal gingen Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern sowie schwere Sturmböen nieder, die an Fahrzeugen, Gebäuden und weiteren Sachwerten erhebliche Schäden verursachten.

Der geschätzte versicherte Gesamtschaden beträgt knapp eine Milliarde Franken, teilte der Schweizerische Versicherungsverband SVV am Donnerstag mit. Die Schadenssumme ist damit doppelt so hoch wie beim letzten grossen Hagelereignis am 25. August 2023 im Tessin.

Über 100'000 beschädigte Fahrzeuge

Nach ersten Schätzungen entfallen mehr als 80 Prozent des versicherten Schadens auf Motorfahrzeuge, schreibt der SVV. Insgesamt dürften über 100'000 Fahrzeuge vom Hagel betroffen sein.

Rund zehn Prozent des geschätzten privatversicherten Gesamtschadens entfallen auf Elementarschäden, die über den Schweizer Elementarschadenpool gedeckt sind. Diesem gehören die wichtigsten in der Schweiz tätigen Privatversicherer an. Die übrigen Schäden betreffen weitere Versicherungszweige, darunter Betriebsunterbruch- und andere Zusatzversicherungen.

«Das Schadenausmass ist beträchtlich. Gleichzeitig zeigt das Ereignis, dass das Schweizer Versicherungssystem auch bei Grossereignissen funktioniert und für die Volkswirtschaft von grosser Bedeutung ist. Die Versicherer unterstützen die Betroffenen rasch und unkompliziert bei der Schadenbewältigung», sagt Eduard Held, Geschäftsführer des Schweizer Elementarschadenpools.

Zusammenspiel von Gebäude- und Privatversicherern

Für Schäden an Motorfahrzeugen, Hausrat und Fahrhabe sowie für weitere privatversicherte Risiken kommt die Privatassekuranz auf. «Unmittelbar nach dem Ereignis stellte sie zusätzliche Ressourcen für die Schadenbearbeitung bereit. Zur effizienten Abwicklung wurden unter anderem Drive-ins für die Begutachtung beschädigter Fahrzeuge eingerichtet», so der SVV. Viele Schäden können heute digital gemeldet und beurteilt werden, was die Bearbeitung beschleunigt und eine rasche Unterstützung der Betroffenen ermöglicht.

In sieben Kantonen sind die Gebäude bei der Privatassekuranz versichert, in den übrigen Kantonen bei kantonalen Monopolanstalten. Die vom Hagelereignis betroffenen Kantone sind mehrheitlich solche mit einer Monopolanstalt. Die dort entstandenen Gebäudeschäden werden durch die kantonalen Gebäudeversicherungen separat erhoben und sind in der vorliegenden Schätzung nicht enthalten.

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Justin Arber

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

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