The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, September 21, 2026

Patientin (19) hat Kopfweh – Arzt fasst ihr zwischen die Beine

Translate
  • Ein Arzt aus Winterthur hat eine 19-jährige Patientin im August 2020 sexuell missbraucht.
  • Das Bundesgericht bestätigt das lebenslange Berufsverbot sowie die Verurteilung wegen Schändung und sexueller Belästigung.
  • Zusätzlich muss er eine bedingte Geldstrafe, eine Busse von 2000 Franken und 3000 Franken Genugtuung bezahlen.

Ein Arzt aus Winterthur hat eine damals 19-jährige Patientin während einer Behandlung sexuell missbraucht. Das Bundesgericht habe seine Beschwerde abgewiesen und damit auch das lebenslange Berufsverbot bestätigt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Der Vorfall habe sich im August 2020 ereignet. Der damals gut 40-jährige Arzt habe die junge Frau wegen Kopfschmerzen um 19.30 Uhr in seine Praxis bestellt, ausserhalb der regulären Öffnungszeiten. Dort habe er ihr zunächst ein Glas Wein angeboten. Die Patientin habe abgelehnt. Dann habe der Arzt Tee serviert.

«Nicht, dass du mich nachher anzeigst»

Obwohl lediglich von einer Nackenmassage die Rede gewesen sei, habe der Arzt begonnen, den ganzen Körper der 19-Jährigen zu massieren. Dabei habe er gesagt: «Ich werde jetzt meine Arztrolle ablegen und behandle dich als Kollege. Nicht, dass du mich nachher anzeigst.»

Anschliessend habe er ihr Gesäss massiert und sie an den Schamlippen berührt. Die junge Frau sei in eine Schockstarre geraten und habe sich nicht gegen den Übergriff wehren können, schreibt der «Tages-Anzeiger» weiter.

Als der Arzt sie aufgefordert habe, sich auf den Rücken zu legen, habe die Patientin einen Ausweg gefunden: Sie habe erklärt, dringend aufs WC zu müssen. Danach habe sie gesagt, sie habe keine Zeit mehr. Vor dem Verlassen der Praxis habe der Arzt sie zudem an den Brüsten angefasst. Dabei habe die Frau seinen erigierten Penis gespührt.

Lebenslanges Berufsverbot bleibt

Der Arzt habe die Vorwürfe bestritten und den Fall ans Bundesgericht weitergezogen. Dieses sei zum Schluss gekommen, dass das Zürcher Obergericht die Beweise nicht willkürlich gewürdigt habe.

Damit seien auch die Verurteilung wegen Schändung und sexueller Belästigung sowie die Strafen rechtskräftig. Neben dem lebenslangen Berufsverbot müsse der Arzt eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 120 Franken und eine Busse von 2000 Franken tragen. Der jungen Frau müsse er zudem 3000 Franken Genugtuung bezahlen.

Wirst du oder wird jemand, den du kennst, sexuell belästigt?

Hier findest du Hilfe:

Belästigt.ch, Onlineberatung bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz

Jonas Bucher

Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.

View the original on 20 Minuten

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.