Er hatte Flugverbot: Schockierende Details zu Terror-Copilot

Darum gehts
- Ein Copilot der Fluggesellschaft Flydubai soll versucht haben, eine Maschine mit 174 Menschen an Bord zum Absturz zu bringen.
- Der Kapitän wehrte den Angriff ab; Passagiere überwältigten den Copiloten, und das Flugzeug landete sicher in Tabuk, Saudi-Arabien.
- Der Verdächtige soll Hamam al Hammami (29) heissen und bereits bei Oman Air wegen Besuchen radikaler Websites aufgefallen sein.
Auch Tage nach dem Vorfall an Bord eines Flydubai-Flugs ist das Motiv des Copiloten unklar. Die Maschine war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs und befand sich bereits im Anflug auf Israel. Dann soll der Copilot laut dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu den Flugkapitän mit einem Messer angegriffen und versucht haben, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.
Dem Kapitän gelang es, den Angreifer lange genug abzuwehren, um die Cockpittür zu entriegeln. Daraufhin überwältigten Passagiere den Copiloten. Zwei Piloten, die privat an Bord waren, übernahmen die Kontrolle über das Flugzeug. Sie landeten die Maschine sicher in Tabuk in Saudi-Arabien.
Hamam al Hammami, 29 Jahre alt
Offiziell wurde der Mann bisher nicht identifiziert. Mehrere mit den Ermittlungen vertraute Quellen nannten gegenüber CBS News am Freitag jedoch seinen Namen: Hamam al Hammami (29). Er soll zuvor kurze Zeit bei Oman Air gearbeitet haben, wo er eine Ausbildung zum Piloten begann, wie CBS News berichtet.
Dabei sei er ins Visier der omanischen Behörden geraten. Laut den Quellen ergab deren Überwachung, dass er radikale Websites besuchte. Oman Air versetzte ihn daraufhin in den Innendienst. Kurz darauf soll er gekündigt haben. Er habe die Fluggesellschaft etwa 2024 verlassen. Das «Wall Street Journal» schreibt unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei.
ABC News berichtete unter Berufung auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte, der Verdächtige sei bereits während seiner Ausbildung im Besitz extremistischer Materialien gewesen.
Sorge vor Radikalisierung in Syrien
Der saudiarabische Nachrichtensender Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf eine informierte Quelle, die Behörden im Oman hätten festgestellt, dass der Copilot extremistische Ansichten vertrete. Der Sender meldete zudem, der Mann habe sich auch eine Zeit lang in Syrien aufgehalten, was die Sorge geweckt habe, er könne dort von radikalen Gruppen beeinflusst worden sein.
Zudem soll al Hammami irgendwann ein Video von Flugzeugen der israelischen Airline El Al in Dubai veröffentlicht haben. Am Ende des Clips sei ein Foto von Ayman al-Zawahiri zu sehen gewesen. Der frühere Al-Qaida-Anführer wurde 2022 bei einem US-Drohnenangriff getötet.
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Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Emirate plante der Copilot einen «Terrorakt». Er habe den Piloten am Mittwoch auf dem Flug von Dubai nach Israel mit der Notaxt im Cockpit angegriffen, teilte die Behörde am Samstag mit. Rettungsäxte wie diese – in der Fachsprache crash axes genannt – gehören zur vorgeschriebenen Notausrüstung in Flugzeugen und dienen unter anderem dazu, sich im Notfall durch Verkleidungen oder andere Hindernisse zu arbeiten.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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