Budapest-Bonus kommt erst noch: So viel hat Wunderläuferin Werro 2026 schon kassiert
Budapest-Bonus kommt erst noch
So viel hat Wunderläuferin Werro 2026 schon kassiert
Audrey Werro gehört in diesem Jahr zu den Leichtathletik-Spitzenverdienerinnen, was das Preisgeld anbelangt. Im Vergleich mit Sportlerinnen anderer Weltsportarten hinkt die schnellste 800-m-Frau dieses Jahrhunderts aber gewaltig hinterher.
Publiziert: vor 16 Minuten
Darum gehts
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- Audrey Werro gewinnt 184'000 Franken Preisgeld in ihrer Traumsaison
- 60'000 Dollar für Diamond League-Sieg in Brüssel erhalten
- Im Tennis wäre Werro damit finanziell meilenweit von der Spitze entfernt
Marco PescioReporter Sport
800-m-Überfliegerin Audrey Werro (22) ist in dieser Saison in einer ganz eigenen Liga gelaufen. Seit ihrem zweiten Platz an der Hallen-WM in Toruń (Pol) im März hat die Freiburgerin bei sämtlichen Rennen abgeräumt. Nicht nur in sportlicher Hinsicht als Seriensiegerin. Auch finanziell bewegt sich die Europameisterin und Diamond-League-Gewinnerin in ihrer Sparte auf Superstarlevel. Die grossen Auftritte dieses Jahres – bei Hallen-WM, EM und Diamond-League-Events – zusammengezählt, erreicht Werro ein offizielles Preisgeld-Total von 228'000 Dollar, also rund 184'000 Franken.
Damit ist sie beispielsweise von Stabhochsprung-König Armand «Mondo» Duplantis (26) mit seinem Prämientotal von 250'000 Dollar nicht mehr weit entfernt. Und 100-m-Olympiasiegerin Julien Alfred (25), die heuer siebenmal auf einem Diamond-League-Podest stand, lässt Werro sogar schon hinter sich. Die Sprinterin aus St. Lucia kommt auf 146'000 Dollar.
Besonders eingeschenkt haben im Fall von Werro die 60'000 Dollar, die sie für ihren Final-Triumph in der Diamond League in Brüssel bekam. 58'000 Dollar Prämie gab es zudem für ihren EM-Titel, weil die 800 m im Vorfeld als speziell dotierter «Gold Crown»-Event definiert worden waren.
Wäre sie auf ihrer Weltrekordjagd bereits in der Diamond League erfolgreich gewesen, wären nochmals zwischen 50'000 (beispielsweise in Lausanne) und 80'000 Dollar (Weltklasse Zürich) an Spezialprämie dazugekommen.
Der Budapest-Bonus ist schön, aber …
Krönen kann Werro ihre Traumsaison nun bei der Ultimate Championship in Budapest (Halbfinal am Freitag, Final am Samstag), wo ein in der Leichtathletik noch nie dagewesenes Prämientotal von 10 Millionen Dollar wartet. Für den Sieg gäbe es hier 150'000 Dollar. Und der geknackte Weltrekord würde mit 100'000 Dollar vergütet.
Nicht mit eingerechnet in die genannten Einnahmen von Werro sind Zuschüsse aus Partnerverträgen, Startgagen oder Gönnerbeiträge. Also jene Bereiche, die je nach Definition so richtig lukrativ sein können. Klar ist: Die Romande wird dank ihrer jüngsten Leistungen allerbeste Argumente haben, deutlich lukrativere Kontrakte für die kommenden Jahre auszuhandeln. Gehts allerdings bloss um den Basisverdienst aus Preisgeldern, steht sie in der Leichtathletik im Vergleich mit anderen Weltsportarten schlecht da. Millionenevent in Budapest hin oder her.
Die Weltnummer 100 im Tennis verdient mehr
Ein Premier-League-Fussballer mit einem durchschnittlichen Lohn (circa 3,5 Millionen Franken im Jahr) verdient alleine in zweieinhalb Wochen ungefähr gleich viel wie Werro 2026 bislang an offiziellen Prämien eingeheimst hat. Und auch der Blick in die Tennisszene ist ernüchternd: Werro belegt aktuell in der 800-m-Weltrangliste hinter Olympiasiegerin Keely Hodgkinson (24) knapp den zweiten Rang. Die Kasachin Jelena Rybakina (27), die momentan im WTA-Ranking Platz 2 innehat, nach den US Open aber auf den Thron steigen wird, hat heuer schon rund 5,38 Millionen Dollar eingespielt.
Selbst die Nummer 100 der Welt, die Australierin Taylah Preston (20), verdiente in diesem Jahr bis dato mit 334'880 Dollar ungefähr eineinhalbmal so viel wie Werro. Die Leichtathletik mit ihren zig Disziplinen kann schlicht nicht mithalten mit Sportarten, die fokussierter sind. Auch im Basketball oder Golf gibts Millionenbeträge für die Topleute.
Und was haben andere erfolgreiche Schweizer Leichtathleten 2026 verdient? Hinter Werro landen Siebenkampf-Weltrekordhalter sowie Weitsprung-EM-Silberheld Simon Ehammer (26, 125'000 Dollar) und Stabhochsprung-Europameisterin Angelica Moser (28, 124'000 Dollar) auf dem eidgenössischen Prämien-Podest.
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