Anwohner fällt in offenen Schacht: Arbeiter schuldig gesprochen

Darum gehts
- Ein Arbeiter vergass in Uetikon, einen offenen Lichtschacht nach Kernbohrungen zu schliessen.
- Ein Mann stürzte daraufhin viereinhalb Meter in die Tiefe und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma sowie einen offenen Armbruch.
- Der 27-jährige Arbeiter wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer bedingten Geldstrafe und 600 Franken Busse verurteilt.
Er wollte nur Kernbohrungen in einem Lichtschacht durchführen. Nun ist der Arbeiter wegen fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.
Der Vorfall ereignete sich im letzten Oktober vor einem Mehrfamilienhaus in Uetikon: Nach Feierabend vergass der Mann offenbar, die Abdeckung des Schachts zu schliessen. Als ein Anwohner am selben Tag nach Hause kam, übersah er die Öffnung und stürzte viereinhalb Meter in die Tiefe. Dabei erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma und einen offenen Bruch des Oberarmknochens.
Arbeiter muss 2000 Franken Busse zahlen
Der 27-jährige Schweizer Arbeiter erhielt nun laut «Tages-Anzeiger» eine bedingte Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 60 Franken. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Hinzu kommen eine Busse von 600 Franken und die Verfahrenskosten von rund 1400 Franken. Wie weit sich der Gestürzte mittlerweile erholt hat, ist unklar.
Laut der Suva ereignen sich in der Schweiz jährlich über 10'000 Fälle von Abstürzen im Berufsalltag. Im Durchschnitt enden 16 davon tödlich. Der Verunfallte im Fall in Uetikon hatte offenbar Glück im Unglück, da rund die Hälfte aller Todesopfer aus Höhen von bis zu fünf Metern stürzen. Bei einer Sturzhöhe von nur drei Metern beträgt die Aufprallgeschwindigkeit demnach bereits 28 km/h.
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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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