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Friday, September 11, 2026

Vor den Halbfinals der US Open – Topfavorit Zverev und die drei unerfahrenen Herausforderer

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Vier verschiedene Männer mit Tennisausrüstung und unterschiedlichen Gesichtsausdrücken.
Legende: Wer gewinnt die US Open 2026? Zverev trifft auf Chatschanow (oben), Shelton auf Tiafoe (unten). Keystone/Frank Franklin II/KIRSTY WIGGLESWORTH/Khalifa/IWAMURA

Alexander Zverev (ATP 2) ist nach dem Out von Titelverteidiger Carlos Alcaraz in New York plötzlich absoluter Topfavorit. Es spricht viel für den 29-jährigen Deutschen, der sich seiner Topform nähert, die ihn in die Finals von Paris und Wimbledon getragen hat. Nach den Fünfsätzern gegen Lorenzo Sonego und Quentin Halys hat er die letzten drei Partien souverän gewonnen.

Einzig der Rhythmus-Wechsel nervt Zverev. Anstatt zum 6. Mal in Serie unter Flutlicht aufschlagen zu dürfen, muss der French-Open-Sieger im Duell mit dem Russen Karen Chatschanow am Freitag schon nachmittags um 15:00 Uhr Ortszeit ran.

Zverev nicht in der Night Session

«Das spielt mir mit Sicherheit nicht in die Karten», stänkerte Zverev nach dem 6:2, 7:5, 6:1 im Viertelfinal über den Niederländer Botic van de Zandschulp. «Ich finde es etwas komisch, dass Leute, die zwei Tage freihaben, jetzt nach uns spielen. Das habe ich in meinen zwölf Jahren auf Tour noch nie erlebt.» Im zweiten Halbfinal treffen die beiden US-Stars Frances Tiafoe und Ben Shelton in der Nightsession aufeinander.

Live-Hinweis

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Die beiden Halbfinals können Sie am Freitag live auf SRF zwei verfolgen. Den Auftakt macht das Duell Zverev – Chatschanow ab 21:00 Uhr. Ab 01:00 Uhr (MEZ-Zeit) folgt Tiafoe - Shelton.

Für das angestrebte Endspiel, das am Sonntag um 14:00 Uhr Ortszeit steigt (20:00 Uhr, SRF zwei), müsste sich Zverev aber ohnehin aus dem lieb gewonnenen Rhythmus mit Schlaf von weit nach Mitternacht bis mittags verabschieden.

Auch Zeverv weiss: Die Vorteile liegen auf seiner Seite. Im Gegensatz zu seinen verbliebenen Rivalen weiss er, wie es ist, einen Major-Final zu bestreiten. Er ist gestählt durch die drei bitteren Niederlagen (2020 verlor er in New York nach 2:0-Satzführung gegen Dominic Thiem). Und er hat den grossen Sieg bei den French Open im Rücken. Der zweite Major-Titel scheint also ganz nah. Und sollte Shelton an Tiafoe scheitern, so könnte Zverev reüssieren, ohne einen Top-10-Spieler geschlagen zu haben.

Das sind die drei weiteren Anwärter:

  • Karen Chatschanow (RUS/ATP 50)

Der Russe stand erst zweimal in einem Grand-Slam-Halbfinal – 2022 in New York (Niederlage gegen Casper Ruud) und 2023 in Melbourne (out gegen Stefanos Tsitsipas). Die Bilanz des 30-Jährigen gegen Zverev lautet 3:6. Die einzige Best-of-five-Partie gewann der Deutsche 2018 in Paris in 5 Sätzen. Der Olympia-Final 2021 in Tokio war da schon eine deutlichere Sache (6:3, 6:1 für Zverev).

  • Ben Shelton (USA/ATP 9)

Viele sehen im Alcaraz-Bezwinger einen designierten Finalisten. Der 23-jährige US-Amerikaner (ATP 9) mit dem Torpedo-Aufschlag hätte gegenüber Zverev natürlich den Heim-Vorteil, in 5 Duellen konnte er den Hamburger aber noch nie schlagen und nur einen Satz gewinnen. Zverev hat gegen Linkshänder von den vergangenen 45 Duellen deren 44 gewonnen. Auch Shelton stand schon zweimal in einem GS-Halbfinal: 2023 scheiterte er in New York an Novak Djokovic. 2025 in Australien stand ihm Jannik Sinner im Weg. Mit Fussballerin Trinity Rodman (Tochter von NBA-Legende Dennis Rodman) zusammen bildet Shelton seit über einem Jahr ein illustres Sport-Paar.

  • Frances Tiafoe (USA/ATP 12)

«Big Foe» unternimmt bereits den dritten Anlauf, um in den Final der US Open vorzustossen. 2022 (Carlos Alcaraz) und 2024 (Taylor Fritz) scheiterte der 28-Jährige jeweils in 5 Sätzen. Gegen Landsmann Shelton hat Tiafoe bereits zweimal in New York gespielt. 2023 unterlag er im Viertelfinal, revanchierte sich dann ein Jahr später in der 2. Runde. Auch Tiafoe musste zuletzt über 5 Sätze.

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