Huthi-Rebellen greifen Flughafen von Riad an – drei Tote

- Huthi-Rebellen haben den internationalen Flughafen King Khalid in Riad mit zwei Angriffen attackiert und dabei mindestens drei Menschen getötet.
- Die Lufthansa Group streicht alle Flüge nach Riad bis einschliesslich 16. Oktober.
- Die Huthi-Miliz droht mit weiteren Angriffen auf saudische Ölanlagen und warnt Airlines, den Luftraum über Saudi-Arabien zu meiden.
Bei zwei Angriffen auf den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind mindestens drei Bürger des Landes getötet worden. Das teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Königreichs am Freitag mit. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Der erste Beschuss habe Einrichtungen des Flughafens getroffen, der zweite eine Maschine der Fluggesellschaft Saudia.
Auf Bildern in den sozialen Medien ist ein brennendes Flugzeug zu sehen. Dabei soll es sich um einen Airbus A320 von Saudia handeln. Das Flugzeug soll abgestellt und leer gewesen sein, wie unter anderem auch Reuters berichtet. Offiziell bestätigt ist der Treffer nicht.
Huthi-Miliz mahnt, Luftraum über Saudi-Arabien zu meiden
Die saudischen Behörden teilten zunächst nicht mit, wen sie für die Angriffe verantwortlich machen. Die Huthi-Miliz aus dem Jemen hatte am Donnerstag erklärt, sie habe den King Khalid International Airport angegriffen. Ein Sprecher der Huthi mahnte auf X die Fluggesellschaften, den Luftraum über Saudi-Arabien zu meiden.
Die Airlines der Lufthansa Group setzen ihre Flüge in die saudi-arabische Hauptstadt Riad vorübergehend aus. Die Verbindungen würden bis einschliesslich 16. Oktober gestrichen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Hintergrund seien die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten.
Aus saudischen Flughafenkreisen hiess es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen. Die vom Iran unterstützten Huthi warnten zudem davor, dass alle Ölanlagen in Saudi-Arabien Ziele ihrer Angriffe werden könnten.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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