Mit eigens entwickeltem Modell: Helsing steigt ins Geschäft mit Luftverteidigungssystemen ein

Mit eigens entwickeltem ModellHelsing steigt ins Geschäft mit Luftverteidigungssystemen ein
26.10.2026, 13:52 Uhr

Die Bedrohung aus Russland wächst: Moskau baut seine Produktion von strahlgetriebenen Drohnen und Marschflugkörpern aus. Der Münchner Hersteller Helsing setzt dem nun ein neues System entgegen. Wie genau das aussieht, präsentiert das Rüstungsunternehmen in Berlin.
Der Münchner Drohnen- und Softwarehersteller Helsing steigt in das Geschäft mit komplexer Flugabwehr ein. Dazu stellte das Rüstungsunternehmen in Berlin das selbst entwickelte Luftverteidigungssystem Contra sowie neue Lenkflugkörper mit der Bezeichnung AD-1 Inferno und AD-2 Ambush vor. Diese seien darauf ausgelegt, auch strahlgetriebene Angriffsdrohnen und Marschflugkörper abzufangen, teilte Helsing mit.
AD-1 Inferno ist nach Unternehmensangaben ein strahlgetriebener Hochgeschwindigkeitslenkflugkörper. Er könne in der Luft kreisen, im Schwarm operieren und Ziele wiederholt bekämpfen. AD-2 Ambush sei ein Lenkflugkörper mit Feststoffraketenmotor für schnelle Abfangeinsätze. Er erreiche Mach 2,5 - also eine Geschwindigkeit von rund 3000 km/h - und habe eine Reichweite von mehr als 20 Kilometern.
Helsing verwies zur Vorstellung der Systeme auf die Ausweitung der russischen Produktion strahlgetriebener Drohnen und neuer Marschflugkörper. Das Luftverteidigungssystem Contra sei darauf ausgelegt, dieser Bedrohung zu begegnen.
Es führe Sensoren und Effektoren, also die Abfangwaffen, in einem einheitlichen Luftlagebild zusammen. Helsing erklärte, das neue System könne so "Hunderte oder Tausende Drohnen und Flugkörper gleichzeitig erkennen und bekämpfen". Es sei so konzipiert, dass andere Systeme binnen weniger Tage integriert werden können.
Helsing zählt sich zu den sogenannten Neo Primes. Das sind softwarezentrierte Jungunternehmen, die den großen etablierten Rüstungsfirmen Konkurrenz machen.
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