Daily MaverickEx-Google DeepMind researcher adds to warnings that AI could ‘kill all humans’וואלהצה"ל חיסל את מפקד הפלוגה במטה המבצעים בחמאס, יחד מחבל נוסףESPNCeltics offseason recap and early-season preview: Tatum returns as the catalystRTP Desporto12h30 Benfica a 100% para Amorim, Ramos e Diego MoreiraPunchKenya to host 2029 World Athletics Championships in African firstThe Jerusalem PostPolice investigating threats against prominent Munich Holocaust survivor and AfD opponentInquirerWATCH: Ombudsman lawyer takes the witness standCollider'Super Troopers 3' Officially Rides Onto Digital With New Blooper Reel [Exclusive]SCMP ChinaChina mulls building nuclear-powered tank with 450km-range railgun in 2 decadesSouth China Morning PostChina bets on chips and AI in new 5-year road map to challenge US tech dominanceBusiness AMNieuwe nucleaire raket Sentinel bereikt belangrijke mijlpaal en is klaar voor testvlucht in 2027VarietySamsung’s Galaxy Watch Ultra2 Is Up to $250 Off With This Special Trade-In Deal
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 15, 2026

In jungen Jahren hoch hinaus – Kinder auf Berggipfeln – gar nicht so ungewöhnlich

Translate

Darum geht es: Der 9-jährige Lelio Massimo aus Italien hat zusammen mit seinem Vater den Mont Blanc bestiegen. Dieser hat das in den sozialen Medien gepostet. Verschiedene Medien berichten nun von einem neuen Rekord – und in den Kommentarspalten gibt es viel Kritik. So heisst es etwa, es sei unverantwortlich von den Eltern, mit dem Bub in diesem zarten Alter den höchsten Berg der Alpen zu besteigen.

Schon mit fünf Jahren auf dem Gran Sasso

Box aufklappen Box zuklappen

Der heute neunjährige Lelio Massimo begann bereits mit drei Jahren mit dem Bergsteigen. Seine erste Gipfelbesteigung führte ihn auf einen einfachen Berg im Apennin. Mit fünf Jahren bestieg er den Gran Sasso, den höchsten Gipfel des Apennins. Später kamen Touren in den Dolomiten hinzu. Sein Vater Valerio betonte, dass er seinen Sohn nie zum Bergsteigen gedrängt habe. Lelio habe die Leidenschaft für die Berge selbst entwickelt.

Valerio Massimo ist ein erfahrener Bergsteiger: Er bestieg den Mont Blanc erstmals im Alter von 14 Jahren. Später nahm er an Expeditionen im Himalaya und Karakorum teil. Er stand unter anderem schon auf den Mount Everest, dem Cho Oyu und dem K2. (sda)

Andere taten es auch: So ungewöhnlich sei die Besteigung des Mont Blancs für einen 9-Jährigen aber gar nicht, sagt SRF-Journalist Frank Senn. Er beschäftigt sich als Dokumentarfilmer seit Jahren mit dem Bergsteigen. Schon früher hätten Kinder hohe Alpengipfel erklommen, stellt er fest. «So stand etwa Kevin Lauber mit acht Jahren auf dem Matterhorn.» Oder der Rettungschef von Zermatt, Anjan Truffer, heute selbst Bergführer: Dieser sei mit zwölf Jahren zum ersten Mal auf dem Matterhorn gestanden.

Neue Aufmerksamkeit: Dass auch Kinder mit ihren bergsteigenden Vätern mitgehen, ist also nichts Neues oder Aussergewöhnliches. Doch etwas ganz Wesentliches habe sich in den letzten Jahren verändert, sagt Senn: «Warum muss ich das posten? Wollen die Kinder das tatsächlich – oder sind es einfach die Eltern, die ihren Stolz hinaustragen wollen?» Diese Suche nach Publizität habe mit dem Bergsteigen nicht mehr viel zu tun. Vielmehr gehe es da bloss noch um eine Zurschaustellung der eigenen Leistung.

Kinder und die Berge: «Ich kann mir schon vorstellen, dass die Kinder diese Berge lieben», sagt der Dokfilmer. Das habe oft natürlich mit den Eltern zu tun, die selbst Bergsteiger seien – so auch beim 9-Jährigen am Mont Blanc, dessen Vater auch schon auf dem Mount Everest gestanden ist. Trotzdem bleibe die Frage: «Warum muss man das nach aussen tragen? Wenn man die Berge so stark liebt – warum macht man das nicht einfach und hat Freude daran?» Für ihn sei dieses Verhalten nicht nachvollziehbar, so Senn.

Bergsteigen ist hip: Mittlerweile spielen die sozialen Medien auch beim Bergsport eine immer auffälligere Rolle. So gibt es kaum noch Erstbesteigungen oder die Begehung neuer Routen mehr, ohne dass das umgehend gepostet wird. «Man kann da alles so darstellen, dass es eine wahnsinnige Leistung ist», sagt Senn. Und betont gleichzeitig, dass es durchaus immer noch aussergewöhnliche Leistungen am Berg gebe. Doch wegen der sozialen Medien sei kaum noch abschätzbar, welchen Wert diese oder jene Besteigung aus Sicht des Alpinismus tatsächlich habe.

SRF 4 News aktuell, 15.9.2026, 8:25 Uhr ;  srf/snep;from;rama

View the original on SRF News

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.