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Wednesday, October 28, 2026

Thomas Markle: Nichte von Meghan äussert sich zu Vorwürfen

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  • Noelle Rasmussen, Nichte von Herzogin Meghan, äussert sich im «Telegraph» zu den Vorwürfen gegen Thomas Markle.
  • Dem 82-Jährigen wird auf den Philippinen Kinderpornografie vorgeworfen; er bestreitet das und ist bislang nicht angeklagt.
  • Rasmussen unterstützt Meghans Entscheidung, die Kinder von ihrem Vater fernzuhalten.

Noelle Rasmussen, die Nichte von Herzogin Meghan (45), hat sich zu den Vorwürfen gegen ihren Grossvater Thomas Markle (82) geäussert. Im Gespräch mit dem britischen «Telegraph» in ihrer Heimatstadt Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico sagte sie, die Nachricht überrasche sie «umso weniger, je mehr ich darüber nachdenke».

Thomas Markle werden auf den Philippinen schwere Taten im Bereich der Kinderpornografie vorgeworfen. Sein Sohn Thomas Markle Jr., Meghans Halbbruder, soll im Haus des Vaters in dem südostasiatischen Inselstaat «Hunderte, wenn nicht Tausende» Missbrauchsdarstellungen in Bild- und Videoform gefunden haben. Thomas Markle bestreitet, mit minderjährigen Mädchen geschlafen und die Bilder besessen zu haben. Angeklagt ist er bislang nicht, das Material wird aber von regionalen Behörden auf den Philippinen untersucht.

Ein ungutes Gefühl aus Kindertagen

Als Kind habe sie ihren Grossvater nur selten gesehen und das auf die grosse Entfernung geschoben. Heute deutet sie diese Begegnungen anders: «Vielleicht war es eine Stimmung, die ich unbewusst wahrgenommen habe. Man registriert es nicht aktiv. Aber der Körper sagt einem, wenn etwas nicht stimmt.»

Sie selbst sei nie von Thomas Markle missbraucht worden. Ausschliessen könne sie allerdings nicht, dass andere Familienmitglieder betroffen gewesen seien. Dass sie verschont blieb, schreibt sie auch ihrer Grossmutter zu. «Wenn sie dich geliebt hat, wäre sie bis ans Ende der Welt gegangen, um dich zu beschützen.»

Wie gehst du mit Vorwürfen gegen ein Familienmitglied um, wenn du die ganze Wahrheit nicht kennst?

Der Brief, der nie ans FBI weitergeleitet wurde

Gemeint ist Roslyn Loveless, Markles erste Ehefrau, die 2024 starb. Sie hatte sich 2019 in einem Brief an die Londoner Metropolitan Police um die Sicherheit von Herzogin Meghan und Prinz Harry gesorgt und ihren Ex-Mann der Pädophilie bezichtigt. Thomas Markle habe ihr erzählt, er reise auf die Philippinen und nach Thailand, «weil Zwölfjährige dort legal sind». Scotland Yard informierte Herzogin Meghan über die Vorwürfe. Den Kontakt zu ihrem Vater hatte sie bereits zuvor abgebrochen.

«Ich erinnere mich, wie sie den Brief geschrieben hat», behauptete nun Rasmussen. Das Versäumnis der Polizei, ihn weiterzuleiten, könne sie kaum fassen: «Das ist ein Versagen des Systems. Es ist peinlich.»

Rasmussens Mutter Samantha Markle verteidigt dagegen ihren Vater. Die Anschuldigungen seien aus «Hass und Verbitterung» entstanden, zudem bezeichnete sie Loveless als Alkoholikerin. Die Enkelin widerspricht entschieden: «Sie hat einfach die Wahrheit gesagt, egal wie hässlich sie war.»

Rückendeckung für Meghan

Mit Herzogin Meghan hat Rasmussen nach eigenen Angaben seit Jahren nicht gesprochen. Hinter deren Haltung steht sie trotzdem. Als Thomas Markle im Dezember 2025 nach einer Beinamputation auf den Philippinen im Krankenhaus lag, soll Meghan ihm geschrieben haben, dass es nicht sicher sei, ihn in der Nähe von Kindern zu haben, und er Archie und Lilibet nie kennenlernen werde.

«Ich unterstütze ihre Entscheidung, ihre Kinder von ihm fernzuhalten», sagte Rasmussen. «Ich würde meine Kinder auch nicht in der Nähe von jemandem haben wollen, dem Kindesmissbrauch vorgeworfen wird.»

Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?

Hier findest du Hilfe:

Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter

Clickandstop.ch, Online-Meldestelle der Stiftung Kinderschutz Schweiz

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio, Beforemore und bei den UPK Basel.

Janelle Oldani

Janelle Oldani (old), Jahrgang 2001, startete im September 2024 als Praktikantin im People-Ressort und ist seit September 2025 Redaktorin.

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