Bilanz der Traditionsmesse – 335'000 Besuchende und zwei Bundesratsmitglieder an der Olma

Bilanz der Traditionsmesse 335'000 Besuchende und zwei Bundesratsmitglieder an der Olma
Die 83. Olma ist nach elf Tagen zu Ende gegangen. Gleich zwei Mitglieder des Bundesrats waren zu Besuch – eine Premiere.
650 Ausstellerinnen und Aussteller waren an der diesjährigen Ostschweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung (Olma) präsent, wie die Veranstalter schreiben. Erstmals besuchten mit Bundespräsident Guy Parmelin an der Eröffnung und Bundesrätin Karin Keller-Sutter am Tag des Gastkantons Schwyz zwei Mitglieder des Bundesrats dieselbe Olma.
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Bild 1 von 2. Hochkarätiger Besuch am traditionellen Umzug: die St. Galler Regierungspräsidentin Laura Bucher, Bundesrätin Karin Keller-Sutter und der Schwyzer Landammann Sandro Patierno (von links). Bildquelle: Keystone/Gian Ehrenzeller.
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Bild 2 von 2. Bundespräsident Guy Parmelin hielt traditionsgemäss ein Säuli bei der Eröffnung. Bildquelle: Keystone/Gian Ehrenzeller.
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Guy Parmelin bezeichnete die Messe an der Eröffnungsfeier als «fast eine Schweiz im Kleinformat». Am Tag der Armee war zudem der Chef der Armee, Benedikt Roos, zu Gast.
Armeeauftritt polarisiert
Zu den Highlights gehörte laut Veranstalter die Sonderschau der Schweizer Armee. Diese habe ein gesellschaftlich relevantes Thema aufgenommen und Militär und Bevölkerung miteinander ins Gespräch gebracht.
Politikerinnen und Politiker kritisierten jedoch den Armeeauftritt. Sie fanden unter anderem Grösse, Kosten und Gamecharakter fragwürdig.
Der Gastkanton Schwyz präsentierte sich unter dem Motto «Schwyz liefert» und brachte sein Lebensgefühl nach St. Gallen, wie es weiter von den Veranstaltern hiess. Eine Sonderschau mit dem Höllloch im Mini-Format und Filmsequenzen lud zu einer Reise durch den Kanton ein.
1300 Schwyzerinnen und Schwyzer am Umzug
Am Tag des Gastkantons sorgten 1300 Schwyzerinnen und Schwyzer beim Olma-Umzug für Stimmung in der St. Galler Innenstadt, wobei rund 25'000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Route säumten.
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Bild 1 von 3. Die Olma in St. Gallen ist nicht nur eine Messe, sondern ein Volksfest. Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
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Bild 2 von 3. Der Umzug zog tausende Zuschauerinnen und Zuschauer an. Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
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Bild 3 von 3. In der Sonderschau des Kantons Schwyz setzt ein Handwerker Teile eines Victorinox-Sackmessers zusammen. Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
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Gemeinsam mit ihren Sicherheitspartnern und der Stadtpolizei St. Gallen zogen die Olma Messen eine insgesamt positive Bilanz. Zwar rückten die Einsatzkräfte an den elf Tagen häufiger wegen aggressiver Personen aus, grössere Zwischenfälle blieben aber mehrheitlich aus, wie die Stadtpolizei St. Gallen mitteilte.
Die Ausnahme bildete eine Auseinandersetzung, bei der ein Mann einen Schädelbruch erlitt. Insgesamt intervenierten die Beamtinnen und Beamten 21 Mal wegen aggressivem Verhalten und 14 Mal wegen Tätlichkeiten.
Mehr Vandalismus und weniger Wildpinkeln
Einen Anstieg verzeichneten die Behörden bei den Sachbeschädigungen auf dem Festgelände. Unbekannte richteten einen Sachschaden von mehreren zehntausend Franken an. Unter anderem kippten sie einen Glacé-Stand um und unterbrachen bei zwei weiteren Ständen die Stromzufuhr. Die ungekühlten Lebensmittel mussten in der Folge entsorgt werden.
Deutlich abgenommen haben hingegen die Bussen wegen Wildpinkelns. Die Einsatzkräfte büssten lediglich elf Personen wegen öffentlichen Urinierens, im Vorjahr waren es noch 46 gewesen.
Die Verkehrssituation in den angrenzenden Quartieren blieb gemäss Polizei trotz stark ausgelasteter Parkhäuser entspannt. Es wurden insgesamt 295 Parkbussen ausgestellt.
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