Katy Perrys Ex vor Gericht: Anklage nennt Russell Brand "skrupellos"

Katy Perrys Ex vor GerichtAnklage nennt Russell Brand "skrupellos"
15.10.2026, 11:04 Uhr

Sechs Frauen werfen Russell Brand unabhängig voneinander sexuelle Vergehen vor. Der Brite muss sich deshalb nun in seiner Heimat vor Gericht verantworten. Zum Prozessauftakt weist er die Anschuldigungen zurück. Die Anklage geht dagegen in die Vollen.
Nachdem ihm mehrere Frauen schwere Vergehen vorgeworfen haben, wird Komiker Russell Brand der Prozess gemacht. Seit Mittwoch muss sich der 51-Jährige in London vor Gericht verantworten. Der Ex-Mann von Popstar Katy Perry erschien dazu am Southwark Crown Court in Begleitung seiner aktuellen Ehefrau Laura Gallacher.
Die Anschuldigungen gegen Brand haben es in sich. Er ist wegen Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen in jeweils drei Fällen sowie wegen eines unsittlichen Übergriffs angeklagt.
Die Vorwürfe gegen den Briten stammen von sechs Frauen, die sich laut der Anklage nicht kennen und sich auch niemals getroffen haben. Die Anschuldigungen seien zudem unabhängig voneinander vorgebracht worden.
Die mutmaßlichen Taten sollen sich über einen Zeitraum von rund einem Jahrzehnt zwischen 1999 und 2009 ereignet haben, wie die britische BBC berichtet. So wird Brand etwa zur Last gelegt, eine Frau in einem Hotel vergewaltigt sowie eine TV-Mitarbeiterin an die Brust gefasst und sie zum Oralsex gezwungen zu haben.
"Das ist mein Gebet"
Brand hat die Vorwürfe zurückgewiesen und plädiert auf nicht schuldig. Bei seiner Ankunft am Gericht erklärte er, er fühle sich "gesegnet". Er sei "besorgt, aber hoffnungsvoll", dass der Prozess ein gutes Ende für alle Beteiligten finden werde. "Das ist mein Gebet."
Die Jury wurde am Mittwoch erstmals über sämtliche Vorwürfe gegen Brand aufgeklärt. Die Anklage sprach in diesem Zusammenhang davon, dass der Schauspieler sich "skrupellos" und "manipulativ" verhalten habe. "Sein Verlangen, sein starkes Verlangen, nach irgendeiner Form von sexuellem Kontakt, war wahllos und unersättlich", hieß es. Brand habe "kindliche Erwartungen gehabt, dass jeder seiner Wünsche erfüllt werden müsse" und sei aus Sicht der Anklage ein Sexualtäter, erklärte Staatsanwältin Riel Karmy-Jones zudem zum Auftakt ihres Plädoyers.
Ein ehemaliger Mitbewohner Brands wurde als erster Zeuge aufgerufen. Nach einem mutmaßlichen Vorfall im Jahr 1999 habe sich der Komiker ihm gegenüber geäußert. "Er hat gesagt, die Situation sei etwas hitzig geworden und ein wenig außer Kontrolle geraten, und er glaube, er sei vielleicht etwas zu weit gegangen. (...) Das waren seine Worte: 'Ich glaube, ich bin vielleicht etwas zu weit gegangen'", erinnerte sich der Zeuge.
Wie lange der Prozess dauern wird, ist unklar. In britischen Medienberichten wurde ein Zeitraum von sechs bis zehn Wochen angenommen.
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