Nächster Infantino-Gegner ist aus dem Rennen

Kampf ums Fifa-Präsidium
Nächster Infantino-Gegner ist aus dem Rennen
Der nächste hoch gehandelte Infantino-Herausforderer nimmt sich aus dem Rennen. Medienberichten zufolge will Concacaf-Präsident Victor Montagliani beim nord- und mittelamerikanischen Verband bleiben.
Publiziert: vor 24 Minuten
- Montagliani kandidiert für Concacaf, nicht für die Fifa
- Suche nach aussichtsreichem Gegenkandidaten geht weiter
- Bisher will nur Ex-Nati-Spieler Vega gegen Infantino antreten
Carlo SteinerRedaktor Sport
Diverse Landesverbände, darunter auch die Schweiz und Deutschland, haben inzwischen bekannt gegeben, Gianni Infantino (56) bei seiner angestrebten Wiederwahl nicht zu unterstützen. Aktuell fehlt aber weiterhin ein offizieller Gegenkandidat.
Mit Victor Montagliani (61) soll nun der nächste hoch gehandelte Infantino-Herausforderer wegfallen. Wie der «Guardian» zuerst berichtete, will der kanadische Concacaf-Präsident für eine weitere Amtszeit an der Spitze des nord- und mittelamerikanischen Verbands kandidieren, anstatt sich auf das oberste Amt in der Fifa zu bewerben.
Montagliani, der neben seinem Concacaf-Amt auch als einer der Fifa-Vizepräsidenten fungiert, ist Infantino gegenüber ebenfalls kritisch eingestellt. Ende August zum Beispiel forderte er, Infantino solle von seinem Besuch bei einem Jugendturnier in der Dominikanischen Republik absehen, da seine Anwesenheit «das Turnier schwächen» würde. Der Fifa-Boss ging nicht auf die Forderung ein.
Uefa-Ceferin will nicht, Asien-Boss schwächt Infantino-Kritik ab
Bereits seit Längerem ist klar, dass Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (58) in seinem Kontinentalverband bleiben will. Europas Fussball-Boss ist einer von Infantinos schärfsten Kritikern und setzt sich aktiv gegen eine dritte Amtszeit des Wallisers ein.
Der Präsident des asiatischen Verbands (AFC) hat seine Haltung gegenüber Infantino derweil abgeschwächt, wie The Athletic zuerst berichtete. Auch Salman bin Ibrahim Al Khalifa (60) äusserte sich kritisch gegen Infantino und galt als möglicher Gegenkandidat. Am Dienstag schlug der Bahrainer nun aber in einem Brief an die Fifa vor, konstruktiv zu prüfen, wie die Führungsstrukturen im Weltverband gestärkt werden können.
Ex-Nati-Spieler will Infantino herausfordern
Als bisher einziger Gegenkandidat hat sich der 23-malige Schweizer Nationalspieler Ramon Vega (55) hervorgetan. Der ehemalige Tottenham-Verteidiger arbeitet seit seinem Karriereende in der Finanzbranche. Bereits 2019 und 2022 wollte er an die Fifa-Spitze, konnte sich jeweils aber nicht die geforderte Unterstützung von fünf Nationalverbänden sichern. Diese hat er auch in diesem Jahr noch nicht vorgelegt.
Am 18. November läuft die Bewerbungsfrist für die Wahl am 18. März beim Fifa-Kongress im marokkanischen Rabat ab. Viel Zeit bleibt den Infantino-Kritikern nicht mehr, um einen Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken.
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