Hunderttausende ohne Strom – jetzt fegt Austen über Europa

- Sturmtief Austen zieht seit Freitagmorgen über Westeuropa und trifft Grossbritannien und Frankreich heftig.
- In Frankreich sind 161’000 Haushalte ohne Strom, Bahnstrecken und Fähren nach England sind unterbrochen.
- Die Schweiz spürt den Sturm ab Mittag: Im Flachland werden Böen von 60 bis 80 km/h erwartet.
Sturmtief Austen hat Grossbritannien und Frankreich fest im Griff. Seit Freitagmorgen zieht der heftige Herbststurm über Westeuropa. Auch die Schweiz bekommt die Auswirkungen ab Mittag zu spüren: Im Flachland werden Böen von 60 bis 80 km/h erwartet.
In Frankreich sind seit mehreren Stunden 161’000 Haushalte in der Bretagne, in der Region Pays de la Loire und in der Normandie ohne Strom. Auf der Insel Ouessant wurde eine Böe von 143 km/h registriert, in Ploumanac’h an der Nordküste der Bretagne eine weitere von 137 km/h. Mehrere Bahnstrecken seien aus Sicherheitsgründen eingestellt worden, berichtet BFMTV.
Auch der Fährverkehr zwischen Frankreich und England blieb am Freitagmorgen wegen heftiger Winde und hoher Wellen unterbrochen. In Vannes stürzte die bekannte Trauerweide an der Stadtmauer um. Der Baum galt als eines der meistfotografierten Postkartenmotive der Stadt. Aufgrund seiner historischen und landschaftlichen Bedeutung war er mit dem nationalen Gütesiegel «Arbre remarquable de France» ausgezeichnet worden.
Flugverkehr unterbrochen
Ähnlich angespannt ist die Lage auf den Britischen Inseln. Wie der «Independent» berichtet, sind in Cornwall im äussersten Südwesten Englands Tausende Menschen ohne Strom. Am Flughafen Exeter wurden mehrere Flüge gestrichen. In der Nähe von Redruth und Truro kam es zu Verkehrsbehinderungen, nachdem mehrere Bäume umgestürzt waren.
Deutscher Wetterdienst warnt vor Böen
Der Deutsche Wetterdienst warnt ab Mittag vor kräftigen Windböen. Gegen 17 Uhr soll sich die Lage weiter verschärfen: In Städten sind Böen von bis zu 85 km/h möglich, in exponierten Lagen sogar schwere Sturmböen bis 95 km/h.
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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