Gefährliche Konstellation: «Es scheisst an» – Vaduz hält stark mit und verliert dennoch
Gefährliche Konstellation
«Es scheisst an» – Vaduz hält stark mit und verliert dennoch
Die Bilanz von Aufsteiger Vaduz vor dem Nati-Break ist ungenügend: geteilter letzter Platz. Nur sechs Punkte aus neun Spielen. Die Leistungen reflektieren diese Position nicht. Eine gefährliche Konstellation.
Publiziert: vor 11 Minuten
Darum gehts
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- Vaduz mit nur sechs Punkten, aber nur zart negativem Torverhältnis von minus drei
- Vier der sieben Niederlagen gabs durch Gegentore in den Schlussminuten
- Trainer Schneider gibt seinen Jungs nicht frei: Fokus auf Problembehebung im Training
Alain KunzReporter Fussball
Sie haben mitgehalten, die wackeren Aufsteiger aus dem Ländle. In ausnahmslos jedem Spiel. Einzig gegen YB verlor man mit zwei Toren Differenz. Und das auch bloss wegen eines Treffers von Armin Gigovic in der 87. Minute. Mit dem nur zart negativen Torverhältnis von minus drei (18:21) bloss sechs Punkte gemacht zu haben, ist schon fast eine kleine Kunst. Kurz: Gefühlt hat Vaduz mehr Punkte. Doch die Währung ist im Fussball eine andere, härtere.
«Und die Tabelle lügt am Schluss nicht. Das ist Fakt», macht sich Trainer Marc Schneider nichts vor. «Es gibt einige Dinge, die wir nicht gut gemacht haben. Aber es ist schon so: Wir haben überall mitgehalten. Wir hätten überall punkten können. Das gibt mir und den Spielern ein gutes Gefühl, dass wir nicht meilenweit weg sind. Wir sind nie aus dem Stadion geschossen worden. Jetzt gilt es noch, die Baustellen anzugehen, die wir haben. Dinge, die wir besser lösen müssen.»
Zum Beispiel die Last-Minute-Tore. All diese Spiele standen unentschieden, bevor der Gegner den Sieg in den Schlussminuten doch noch holte: In der 87. gegen St. Gallen. In der 94. in Sion. In der 91. gegen Luzern. In der 92. Minute beim FCZ. Das ist dann schon eine verrückte Bilanz! Vier der sieben Niederlagen kamen in den allerletzten Minuten zustande.
Es scheisse an, sagt Schneider unverhohlen
Es ist aber auch eine gefährliche Bilanz! Denn diese Niederlagen beginnen, etwas Methodisches an sich zu haben. Das setzt sich doch in den Köpfen fest. Schneider: «Klar wollen wir das nicht einreissen lassen. Es scheisst an, da muss man nicht lange darüber diskutieren. Aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen.»
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«Wird schwierig in der Liga»:Vaduz-Captain bemängelt Chancenverwertung
Gegen Thun wars für einmal anders. Da ist es Vaduz, das am Ende drückt. Und in der 90. Minute hat Milos Cocic den Ausgleichsball auf dem Fuss. Doch der Deutsch-Serbe schiesst aus 13 Metern übers verwaiste Tor. Wahnsinn! «Der muss aufs Tor kommen. Den muss Milos machen, da gibts keine zwei Meinungen», sagt der Coach.
Captain Hasler ist überzeugt, eine gute Falle zu machen
Auch Captain Nicolas Hasler ist frustriert: «Die Punkteausbeute ist gar nicht zufriedenstellend. Ich denke, jeder in der Schweiz hat gesehen, dass wir in dieser Liga mithalten können, dass wir einen guten und attraktiven Fussball spielen und uns sehr viele Chancen kreieren. Wir müssen nun in der offensiven Box unsere Tore machen und in der defensiven bei den Männern sein und die Fehler abstellen. Gelingt uns das, bin ich überzeugt, dass wir eine gute Falle machen werden.»
Da bleibt also noch einiges zu tun. Weshalb es für Schneider auch nicht infrage kommt, dem Team während des langen Nati-Breaks eine Ferienwoche zu schenken, wie das beim FC Thun der Fall ist. «Wir haben noch genug zu trainieren», sagt Schneider. Es tönt wie eine kleine Drohung.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |
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